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Länderhopping

Entgegen unserer eigentliche Pläne, haben wir uns gestern kurz umentschieden und begehen Länderhopping. Dafür gab es mehrere gute Gründe. Wir wollen gerne nochmal in die Anden und den Bergen nah sein, denn würden wir unseren ursprünglichen Weg bis Puerto Montt weiter verfolgen, würden wir hierzu keine Möglichkeit mehr bekommen. Nach Puerto Montt beginnt die Carretera Austral und diese wollen wir komplett bis Villa O’Higgins fahren. Des Weiteren mögen wir gerne unsere Routen mit Schiffspassagen bereichern und das können wir mehrfach genießen, je nachdem welchen Weg wir von und nach Argentinien und zurück nach Chile wählen. Für Uwe ist es auch sehr wichtig in Argentinien seinen Eishaushalt wieder zu regulieren und wir beide sehnen uns nach einem guten Steak! 🙂

Unser Weg führte uns heute somit Richtung Argentinien. Vorbei an wunderbaren Seenlandschaften und direkt vor die schneebedeckten Vulkane, welche uns heute noch näher sind als bereits die letzten Tage. Die Landschaft ist unbeschreiblich schön. Satte grüne Weiden mit Rinderherden, Schafen oder Pferden und steil aufsteigende Bergmassive, die bis zur Spitze bewaldet sind. Winnetou und Fräulein Uschi könnten einfach ins Panorama springen und würden wunderbar ins Bild passen. Wir fuhren den ganzen Tag wellig von See zu See und konnten uns an der Schönheit des Landes nicht sattsehen. Natürlich wohnt man hier auch sehr hübsch und manchmal könnten wir einfach in ein Häuschen einziehen und es nicht wieder verlassen. Sorry ihr lieben Besitzer, aber nun gehört es uns!!!

Nachdem wir die wundervolle Aussicht genossen hatten, mussten wir uns auf eine Schotterpiste mit Abfahrt zum See begeben. Die wenigsten Autos nahmen Rücksicht auf zwei Radfahrer und deshalb staubten sie uns mächtig ein. Das ist bereits der Vorgeschmack auf die Carretera Austral:-) Unsere Laune kann das auf keinen Fall trüben, zu oft hatten wir schon Glück mit den Straßen, den obwohl manche Straße als Schotterpiste gekennzeichnet, dann doch bereits asphaltiert war.

Obwohl unser Tag früher enden sollte, mussten wir über 100 km zurücklegen. Wild Campen ist hier relativ schwierig. Nicht weil es an schönen Plätzen mangeln würde, sondern an endlosen Maschendrahtzäunen scheitern wir, um auf die saftigen Wiesen zu gelangen. Kilometerlange Zäune, bereits seit Argentinien müssen wir Tonnen an Draht hinter uns gelassen haben.

Unser heutiger Tag endete somit am See in Choshuenco in einem Hostal. Die weitere Route führt uns mit einer Schiffspassage über den Lago Pirihueico an die argentinische Grenze nach San Martin de Los Andes.

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Gestrandet in Puerto Fuy

  1. Anja

    Ihr sendet uns wieder soo schööne Bilder :-))
    Guten Appetit wünsche ich Euch in Argentinien.
    Ganz liebe Grüße aus dem 3 Grad kalten Schneeregen in Bremerhaven

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