Selbst im Regen ist Grau nicht gleich Grau! Tropfnass nach Whakatane! Trocken nach Rotorua!

Wir haben Zeit, um im Regen über die Farbe Grau nachzudenken! Es gibt ein hoffnungsvolles Himmelsgrau, von ihm geht oft keine Gefahr aus, außer dass dann natürlich keine Sonne scheint. Das einheitliche Weiß-Grau bedeutet anhaltender Nieselregen, welcher durch und durch dringt und uns am Ende des Tages auch tropfnass hinterlässt. Wohingegen ein tief dunkles Grau einen Wolkenbruch vorhersagt und wir schnell durchweicht sind, dies hat den Vorteil, man muss nicht auf die kriechende Nässe unter den Regenklamotten warten, sie ist sofort vorhanden. Mittelgrau ist uns am liebsten, es könnte… muss aber nicht und oft kommt auch nichts von oben! Dann gibt es noch das Schwarze-Gau, aber das bedeutet nur, es wird Nacht:-)

Wir sind tropfnass und fahren eine super schöne Strecke. Zumindest lässt sich dies erahnen, direkt am Meer oder entlang mehrerer Seen umgeben von Regenwald, zwischen Opotiki und Whakatane. Ach, wie schade aber auch! Bevor wir den Hügel des Tages angehen, trocknen wir uns ein wenig in einem Cafe. Lustig sind immer diese mitleidigen Blicke der anderen Gäste, sie denken wir haben es aber auch wirklich schwer. Im Regen, so viel Gepäck, ein Hügel voraus! Wenn wir traurig gucken, sehen sie uns auch mitleidig an, wenn wir lachen, geht es auch ihnen besser. 😂😂😂 ein schönes Spiel! Nach 4 Kaffee lässt der Regen nach und wir gehen den Hügel, der uns nach Whakatane bringt, an. Durch die Stadt hin und her gecruised, haben wir ein sehr interessantes Gespräch mit einer Dame aus Kiribati, welche mit einem Deutschen verheiratet ist und seit 16 Jahren bereits in NZ leben. Sie erzählt über Kiribati, ihre Zeit in Deutschland und Neuseeland. Nachdem wir noch ein weiteres nettes Gespräch mit einem Kiwi über unsere Räder führten, machen wir uns auf den Weg zu Marianne. Sie hat uns als WS-Host zu sich eingeladen. Sie schreibt in ihrem Profil, sie leben auf einem „Lifestyle- Block“ und wir rätselten den ganzen Tag, was dies nun bedeuten könnte. Selbstverständlich war dies eine unserer ersten Fragen an Sie: Hobby-Farmer! Dies erinnerte uns sofort an unsere Freunde Martina und Heiko:-). Wobei eine Hobby-Farm hier durchaus noch beachtliche Größe aufweist und mit 60 Rindern für unseren Standard ja auch keine Hobby mehr darstellt. Wir haben die Zeit bei Marianne sehr genossen, hatten einen leckeren Burger, nette Gespräche und eine grandiose Unterkunft.

Im Trockenen radeln wir am Freitag Richtung Rotorua. Die Gegend ist bekannt für ihre geothermische und vulkanische Aktivität und bereits einige Kilometer vor der Stadt nehmen wir den Schwefelgeruch wahr. Sogleich halten wir im „Hells Garden“ an und wollen die Quellen, Tümpel und Schlammbecken nicht nur riechen, sondern auch sehen. Es brodelt überall und die Becken haben unterschiedlichste Temperaturen und obwohl sie nebeneinander liegen, variieren die Temperaturen innerhalb weniger Meter zw. 40 Grad bis 122 Grad. Selbst der Weg auf dem wir laufen ist heiss. Man hört die Erde zischen, kochen, brodeln und arbeiten, es ist fantastisch und zugleich ein wenig beängstigend. In Rotorua trifft man immer wieder auf kleine dampfende Tümpel und dies lässt auf keinen Fall vergessen, dass die Stadt auf einem Vulkan gebaut wurde.

122 Grad ist das Wasser in diesem Teich heiss und es sprudelt permanent in dieser Intensität.

Dieser Hügel scheint ein Phänomen zu sein, er ist ein eigener kleiner Vulkan, der sich langsam vergrößert. Solche schlammigen Hügel gibt es öfters und sie werden regulär nur bis zu einem Meter hoch. Dieser jedoch besitzt bereits eine Höhe von 2,40 Meter und man hört ihn deutlich im Inneren arbeiten.

Wir bleiben einen weiteren Tag um die Stadt zu erkunden. Laufen durch schöne Parkanlage und sehen überall die Dampschwaden aufsteigen. Den oft erwähnten Schwefelgeruch nehmen wir natürlich wahr, finden ihn jedoch nicht als besonders ausgeprägt oder unangenehm. Nachdem wir die nähere Umgebung abgelaufen sind, setzen wir uns auf die Räder und fahren in den Redwood Forest. Die Bäume wurden zu Beginn des 20 Jahrhunderts im Rahmen eines Programms zur Bewertung exotischer Bäume und deren Nutzen für die Forstwirtschaft Neuseeland gepflanzt. Sie wuchsen durch die höhere Luftfeuchte und bessere Bodenbeschaffenheit sogar besser als in den USA.

Leider ist das Gebäude im Hintergrund geschlossen denn es wird renoviert. Ein altes Badehaus, wäre sicher sehr interessant gewesen, es von innen zu bestaunen. (Heute ein Museum.)

Dieses Maori -Dorf bestaunten wir nur von der Ferne. Das ganze Areal scheint ein einziges Dampfbad zu sein.

See you soon in Germany 🇩🇪 16 Days to go!

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