Nach Kroatien ­čçş­čçĚ ├╝ber den sch├Ânsten Grenz├╝bergang

Um Kotor zu verlassen gibt es zwei Wege und die Entscheidung welche Strecke wir nehmen, wurde uns von Gertrud und Uwe bereits abgenommen. Die L├Ąngere! Immer entlang der Bucht und direkt in Strandn├Ąhe auf einer fast endlosen Promenade fahren wir ca 40 km mit sensationellen Ausblicken auf die D├Ârfer, St├Ądte und das Meer. Wir k├Ânnen es kaum fassen, so sch├Ân ist dieser Tag. Ein absoluter 12 Sternchentag bei m├Âglichen 10 ­čîč.┬á Unsere Pausenpl├Ątze finden wir direkt am Meer, sind den ganzen Tag vom Radfahren abgelenkt und k├Ânnten immer so weiter fahren. Nach ca 40 km kommt dann auch der erste H├╝gel, aber bei moderater Steigung gut zu fahren. Zudem liegt die Strecke bereits im Schatten, also doppelt gut! ├ťber das Wetter k├Ânnen wir eh nicht meckern, zum Radfahren haben wir ideale Temperaturen, nicht zu hei├č, immer etwas Wind aber nat├╝rlich nicht von hinten und Sonne. Die Grenze zwischen Montenegro und Kroatien, die wir gew├Ąhlt haben, ist nicht die bevorzugte Touristenstrecke und somit ist der Weg wenig befahren. Die Grenzstation liegt auf einem kleinen Berg in ca 100 Meter H├Âhe und dahinter erstreckt sich das Meer tief unten. Da ist es nicht verwunderlich, dass der montenegrische Beamte eher mit dem Ausblick als mit der Passkontrolle besch├Ąftigt ist. Die Kroaten sind ca 500 Meter dahinter auf der anderen Seite des Berges stationiert, aber mit nicht weniger grandiosem Ausblick. Die Formalit├Ąten sind auch hier schnell erledigt! Bereits als wir auf die Grenze zu fahren, erkennen wir unsere bevorstehende Rampe, welche wir nun radeln m├╝ssen! Was f├╝r ein steiler, gerader Weg nach oben. In Schlangenlinien geht so ein Berg immer etwas leichter zu fahren. Da┬á die Stra├če nicht viel frequentiert ist, ist dies alles kein Problem. Unser Ziel, Molunat ein kleines Dorf an der K├╝ste mit gerade mal 200 Einwohnern, ist nach den letzten 7 km bergab, schnell erreicht. Wir finden unsere Unterkunft mit ein wenig Hilfe der Einwohner auch ziemlich schnell. Im Supermarkt noch kurz ein Bier eingekauft, die Taschen abgeladen, R├Ąder verstaut, ein Begr├╝├čungsschnaps mit dem Hausherrn getrunken, an den Strand, F├╝sse ins Wasser, Bier und Prost! Das Leben ist wunderbar!

Steiler Anstieg nach der Grenze welche man im Hintergrund noch sehen kann!
Oben die Strecke, welche wir gefahren sind und unten verkleinert um zu erkennen, wo wir uns im Moment befinden

Unseren ersten Urlaubstag beginnen wir total gem├╝tlich, sind um 11 Uhr mit Fr├╝hst├╝cken fertig und gehen 20 Meter ├╝ber die Stra├če zu unserem kleinen Privatstrand. What a relaxt day! Wir springen immer wieder ins Wasser, das glasklar vor uns liegt, irgendwie m├Âchten wir gar nicht mehr an Land. Wer mich, Sabine, gut kennt, wei├č das passiert eher selten. Salzwasser mag ich nicht so gerne, aber hier ist alles anders. Ich liebe das klare Meer. Da die Zufahrt zur Bucht in eine Sackgasse f├╝hrt und es keinen Durchgangsverkehr gibt, ist es so unglaublich ruhig, dass wir zeitweise nur die M├Âven und das Meeresrauschen h├Âren. Abends sehen wir am Sternenhimmel sogar die Milchstra├če, incl. Sternschnuppen. Wir freuen uns so sehr ├╝ber diese kleine Idylle,┬á das wir uns gegenseitig den ganzen Tag erz├Ąhlen, wie toll wir es gerade haben. Das wir ein tolles Leben f├╝hren und es auf unsere Art genie├čen d├╝rfen, vergessen wir an keinem Tag seit unserer Entscheidung 2017 und wir sind unendlich dankbar.

DUBROVNIK

Gem├╝tlich mit dem Bus ging es am 28.09. zur Mittagszeit nach Dubrovnik. Ca eine Stunde dauerte die Fahrt von Molunat in die Stadt und wir konnten direkt oberhalb der Stari Grad, der Altstadt aussteigen. Von dort f├╝hrt eine Seilbahn auf den ├╝ber 400┬á Meter hohen Berg Srd. Vier Minuten dauert die Fahrt und f├╝r Hin/R├╝ckfahrt sollen wir stolze 340 Kuna bezahlen. Ich musste gleich nochmals nachfragen, 170 Kuna pro Person? Die Dame best├Ątigte mir den Preis und wir sind gegangen! Das sind mal schnell fast 47 ÔéČ! No way! Durch steile kleine Gassen steigen wir in die Altstadt hinab und finden eine bezaubernde Stadt vor uns. ├ťberall, wo wir rein, rauf oder drumherum gehen wollen, sollen wir Geld bezahlen. Wir kommen uns vor wie die Kuh, welche gemolken werden soll. Irgendwann sind wir so genervt von dieser Abzocke, das wir uns erkundigen, wann der n├Ąchste Bus wieder zur├╝ck in unser kleines Domizil f├Ąhrt. Zwei Stunden, nachdem wir ankamen, wollen wir bereits weg von der Stadt und ihrer Sch├Ânheit, die wir schon nicht mehr genie├čen k├Ânnen. Leider f├Ąhrt der Bus erst um 20 Uhr wieder zur├╝ck. Wir schlendern noch ein wenig durch die Altstadt und begeben uns dann lieber in Bezirke, die nicht so touristisch sind. Grunds├Ątzlich m├Âgen wir das sehr gerne, uns treiben zu lassen, Wege finden die nicht im Stadtplan markiert sind und somit das Authentische einer Stadt zu erkunden. Um 21:30 Uhr sind wir wieder in Molunat und nach einem Bier und Abendessen auch wieder fr├Âhlich! Dubrovnik ist sehr sch├Ân und wir hatten das Gl├╝ck, dass die Stadt nicht ├╝berlagert von Touristen war, aber alles ist mega teuer und uns hat es den Spa├č verdorben. Unsere Hausherrin erz├Ąhlte uns, dass man f├╝r einen Tag gerne 100ÔéČ Parkgeb├╝hr bezahlen darf. Dies ist wohl dem jetzigen B├╝rgermeister von Dubrovnik geschuldet, welcher die Eintrittspreise ins unermessliche hochtreibt. Macht nichts, wir kommen nicht wieder!

Na das stimmt nicht ganz, wenn wir am Freitag weiter fahren, durchqueren wir Dubrovnik. Sieht alles ziemlich steil, kurvig und eng aus. Da m├╝ssen wir uns mal wieder gegen den Verkehr behaupten und k├Ânnen leider nicht immer Nebenstra├čen fahren.

MOLUNAT!

Dicken Fisch an Land gezogen!
Unser Strandabschnitt

Unser Gastgeber Max hat uns zu einer kleinen Bootstour eingeladen und konnte viel ├╝ber die Geschichte des Ortes erz├Ąhlen!

Unsere kleine Oase bei Nacht!

Heute, 01. Oktober ging es weiter und wir hatten auf 8 Km mal eben 400 H├Âhenmeter zu schaffen. Gem├╝tlicher Start ist anders, aber die Aussicht war grandios und wir sind zudem ausgeruht. Die Hauptstra├če welche nach Dubrovnik f├╝hrt konnten wir gr├Â├čtenteils umgehen und kurz vor dem h├Âchsten Berg, lenkte uns unser Navi zur alten Landstra├če in Richtung Zentrum. Etwas verunsichert, ob wir diese nehmen k├Ânnen, stehen wir am Stra├čenrand mit viel Verkehr und geringem Seitenstreifen, rechts geht’s steil runter ans Meer, links geht eine Felswand steil hoch. Nicht gerade der beste Platz um zu beraten. Der Zugang zur alten Landstra├če ist durch eine Leitplanke von der jetzigen Hauptstra├če abgetrennt. Die bedeutet f├╝r uns, Taschen abmachen und bei einer kleinen autofreien Pause schnell auf die andere Seite tragen, ebenso die R├Ąder. Eigentlich ein ziemlich gewagtes Unterfangen, zumal wir nicht wissen, ob die Stra├če noch bis ins Zentrum existiert. Da naht Hilfe, ein Schweizer MTB-Fahrer rollt von hinten heran und gibt uns gr├╝nes Licht. Er lebt seit 13 Jahren hier und kennt die Strecke gut! Bestes Timing w├╝rden wir sagen! Relativ entspannt durchqueren wir Dubrovnik und zelten nach 60 km mit super Meerblick in Ora┼íak.

7 Gedanken zu “Nach Kroatien ­čçş­čçĚ ├╝ber den sch├Ânsten Grenz├╝bergang

  1. Elke und Thomas H.

    Bei eurer Reisebeschreibung und den Fotos kommt man ins Tr├Ąumen. Danke dass ihr auch die unsch├Ânen Seiten des Reisens (Touri-Nepp in Dubrovnik) nicht unerw├Ąhnt lasst. Liebe Gr├╝├če von Elke und Thomas

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      1. Elke und Thomas H.

        Wir waren 1990 ebenfalls mit Fahrr├Ądern in Dubrovnik und k├Ânnen uns dunkel an eine sehr sch├Âne Stadt und eine sehr „gesch├Ąftst├╝chtige“ Pensionsvermieterin erinnern.

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  2. Heidi Woith-Zoschke

    Meine G├╝te, ihr seid aber auch eine „kleingruppe“ . Alle Achtung ihr beiden. Wieder tolle Bilder und ein super Bericht. Scheinbar seid ihr gut erholt. Weiter sehr gespannt und gutes weiterkommen. Liebe Gr├╝├če von Heidi

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