„This is not the way to China!“

Flagge von New York

Nach sehr entspannten Tagen bei Marco und seinem Sohn Adrian, sind wir am Samstag in Brooklyn losgefahren. Die Abfahrt hat sich jedoch sehr tränenreich gestaltet und uns wurde ziemlich schwer ums Herz. Adrian, drei Jahre alt, wollte unbedingt mit seinem kleinen Elektromotorrad mit uns auf große Tour gehen. Er hat sich von Marco verabschiedet, seine Jacke und Schuhe angezogen, den Motor „gestartet“ und rollte die ersten Meter mit uns mit. Der Abschied fiel umso schwerer, weil die Geste einfach so liebenswert war und er so enttäuscht zurück bleiben musste.

We love you so much ❤

Die Fahrt durch Brooklyn gestaltet sich als sehr einfach. Die Autofahrer sind sehr umsichtig mit uns und es gibt tatsächlich viele Radwege die wir nutzen können. Über die Williamsburg Bridge kommen wir nach Manhattan. Wir folgen ab dort dem Hudson River flußaufwärts.

Der Hudson River wurde nach dem englischen Seefahrer Henry Hudson, der ihn 1609 besegelte, benannt. Der Legende nach hatte er den Auftrag einen neuen Weg nach China zu finden. Seine Feststellung nachdem er den Fluss einige Zeit befahren hatte; „This is not the way to China!“. Aus dieser Erfahrung wollen wir lernen, sollten wir doch nochmal in Richtung China aufbrechen.

Wir kommen relativ gut voran, obwohl ziemlich viel los ist. Wir teilen uns den Weg mit vielen Sportbegeisterten, bei denen man annehmen könnte, wir hätten bereits Sommer. Irgendwie herrscht hier ein differenziertes Kälte/Wärmeempfinden was allerdings kurze Zeit später bei Regen und Hagelschauern schnell auf die Probe gestellt wird. Wir fahren auf dem Empire State Trail in Richtung Norden und sind positiv gestimmt, da der Trail gut ausgeschildert ist und wir uns sicher und wohl fühlen, auch wenn wir so manchen Stadtteil nicht im dunkeln befahren würden. Nachdem wir die Stadt New York verlassen haben, wird es um uns geräuschärmer und die Städte sehen wie typische Städte in amerikanischen Filmen aus. Große Häuser, Gärten die einfach ineinander übergehen, große Einfahrten und viel Abstand zum Nachbarn. Ein paar Radfahrer wollten von uns wissen, wo wir hinfahren und haben uns für ein paar Minuten begleitet. Nach 92 km ist der erste Tag beendet und ich bin ziemlich platt, Uwes Trainingvorsprung macht sich bemerkbar.

Der Empire State Trail verläuft, gestern bereits über 50 km und heute ca 70 km, auf einem Bahndamm entlang. Die Bahnstrecke wurde um 1881 errichtet und schlussendlich 1970 eingestellt, gut für uns, somit fahren wir abseits des Strassenverkehrs auf superglatten Asphalt! Der Weg ist relativ flach, zumeist bewaldet und mit Seen, Sümpfen und Flüssen durchzogen. Leider liegt die Vegetation noch im Winterschlaf, aber es müssen herliche Farben im Sommer und Herbst sein, vor allem wenn es wärmer ist. Wir haben nur 6°C und müssen uns im Zwiebellook warm halten. Einige Kilometer hat uns heute eine Dame begleitet, die uns bereits begeistert vom weiteren Verlauf unseres Trails am Erie Canal entlang erzählte. Ab morgen ist deutlich wärmeres Wetter vorhergesagt und wir haben unsere erste private Einladung bekommen.

Empire State Trail

Impressionen aus New York!

9 Gedanken zu “„This is not the way to China!“

  1. Heidi Woith-Zoschke

    hallo ihr Zwei, nun ging es los, und in so charmanten Erstbegleitung. Sabine hat heute schon einen kräftigeren Tritt.. Ich freue mich auf die Reise.
    Liebe Grüsse aus Ehestorf

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  2. Jetzt geht es also endlich los 🙂
    Ich freue mich schon auf „unsere“ Tour.
    Ich wünsche Euch sehr, dass die Temperaturen endlich steigen.

    Gute Reise und ganz liebe Grüße

    Anja

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