Fass bloß nichts an, mit deinen schmutzigen Händen! Wir sind bei unserer vorletzten Reise, nach einer staubigen Piste, durch einen sehr noblen Ort in Portugal gefahren und wir hatten das Gefühl im Ort nichts anfassen zu dürfen, da wir es nur schmutzig machen würden. Diesen Gedanken hatten wir heute zeitgleich in Punta del Este. Es ist die attraktivste Urlaubsgehend in Uruguay und anscheinend hat es die süd-und nordamerikanischen sowie europäischen Dollar und Peso-Millionäre hierhin verschlagen. Die Stadt ist recht schön, unglaublich gepflegte Gartenanlagen und eine lange Strandpromenade. Architektonisch sind die Privathäuser eine Augenweide. Zudem befinden sich aber auch viele Hochhäuser entlang des Ufers, auch diese sind sehr modern und haben tolle Ausblicke auf den Atlantik. Aufgefallen ist uns sofort, es gibt keine Gartenzäune und nichts ist vergittert, was ungewöhnlich für Südamerika ist. Bei einer Einwohnerzahl von nur 20.000 sind es in den Sommermonaten bis zu 600.000 Menschen die die schicken Häuser oder Apartments belegen. Selbst Mr. Trump hat den Ort entdeckt und lässt in Strandnähe einen Trump-Tower bauen. Das Hochhaus ist noch nicht fertig aber das große „Trump-Tower-Schild“ schmückt schon das Portal.

Für uns ist der Ort zu touristisch und wir wollen weiter. Einige Kilometer später wird es ruhiger und die Strände natürlicher, bis wir bald fast alleine auf der Strandstrasse fahren können. Zum ersten Mal seit sehr langer Zeit überholen uns wieder zwei Wohnmobile, aus der Schweiz und Berlin. Einige Kilometer später treffen wir sie wieder zu einem Plausch am Wegesrand. Zwei junge Familien, mit Kindern und zwei adoptierten Hunden, die sich irgendwo trafen und die Zeit zusammen verbringen. Nachdem alle Reisegeschichten ausgetauscht sind fahren wir weiter nach Rocha, unserem Tagesziel. Es war ein langer Tag und wir freuen uns auf eine Dusche. Aber wie immer „Obacht“, selbst bei sechs angegebenen Hotels, kann am Ende nur eines übrig sein, das auch offen, oder überhaupt vorhanden ist. Wir bezahlen wieder richtig viel Geld für ein Zimmer, welches uns immer wieder ein Kopfschütteln entlockt ob des Preis-Leistungsverhältnisses. Wie können sich die Menschen hier ein Restaurant oder Urlaub leisten? Auch Uruguayer mit denen wir sprechen, stellen sich diese Frage und stellen die Preise selbst in Frage!

„Power chill out Days“!

Da wir noch genügend Zeit zur Verfügung haben und das Land nicht so große Entfernungen hat, mieten wir uns in Barra del Valizas einem kleinen Ort am Atlantik, für acht Tage ein Haus. Des Weiteren braucht Uwes Fußgelenk nach seinem unglücklichen Umknicken vor mehr als zwei Wochen (!!!!) etwas mehr Ruhe. Der Knöchel ist immer noch leicht geschwollen und da kann er sich nun erholen. Valizas scheint beim ersten Anblick ein sehr netter Hippie-Ort zu sein mit Restaurant und ….sehr wichtig…einer Eisdiele 🍦 👍🍦

Strandgut:

6666 Kilometer!