Mate! Mate! Mate! Und allerlei unbrauchbares Wissen!

Mate ist überall dabei!

Der traditionelle Tee der Südamerikaner ist nicht zu übersehen. Normalerweise klemmt eine Thermoskanne im Ellenbogen und in der gleichen Hand wird der Matebecher gehalten. Getrunken wird aus der Bombilla einer Art Metallstrohhalm. Den Becher, ursprünglich aus dem Hals eines Flaschenkürbis hergestellt, nennt man Kalebasse.

Der Tee, Yerba, wird mehrmals aufgegossen und schmeckt ziemlich bitter. Sind mehrere Leute zusammen, bekommt jeder die Kalebasse, mit demselben Saugrohr. Mate-Trinken ist auch soziale Interaktion. Jede/r der Anwesenden trinkt einen Aufguß leer, und dann geht das Ganze wieder von vorne los, wobei solange nachgegossen wird, bis die Mate-Blätter keinen Geschmack mehr absondern, doch das kann viele Runden dauern. Erst dann werden die Teeblätter gewechselt. Dass Auffüllen der Kalebasse übernimmt immer die gleiche Person, die Weitergabe an sich oder dem nächsten Gegenüber auch.

Mate wird überall getrunken. Auf der Plaza, während der Autofahrt, auf dem Mofa, während des Einkaufens, beim Tanken, beim Einchecken im Hotel, beim Flanieren durch die Stadt, während des Karnevalumzuges und selbst am Strand. Immer sieht man Menschen mit ihrer Thermoskanne und dem Mate-Becher in der Hand.

Völlig normal ist es auch, jederzeit und überall nach heißen Wasser für die Thermoskanne zu fragen. Selbst in Tankstellen kommen die Menschen und fragen nach heißen Wasser und es wird für sie gekocht. Manchmal sieht man auch Heißwasserspender zum Auffüllen der Kannen. Nur im Restaurant, da kann man keinen Mate bestellen, aber man kann nach heißen Wasser fragen!

Wir werden in Buenos Aires noch eine traditionelle Kalebasse kaufen, den Yerba lassen wir lieber hier, der ist uns zu bitter. Wir sind eben nur halb traditionell!!!

Schrott und sonstige Schätzchen!

Über die unzähligen wunderschönenalten Autos hatten wir ja bereits berichtet. Sollten sie jedoch nicht mehr fahrfähig sein (was erst dann geschieht, wenn wirklich alles auseinander fliegt) bleiben sie an Ort und Stelle stehen und verrotten auch an diesem. Teile, welche noch zu gebrauchen sind, werden abgeschraubt, der Rest rostet sich die nächsten 100 Jahre von selbst klein! Verunfallte Autos oder Busse, liegen im Strassengraben, aber auch um diese muss man sich nicht mehr kümmern. Die Zeit schafft alles!

Ausverkauf?

Grundsätzlich werden die großen Anschaffungen in US $ bezahlt. Ob es sich um einen Autokauf, Kühlschrank, Haus oder Landkauf handelt. Weshalb dies so ist, konnte uns bisher niemand erklären. Land oder Weidefläche, ein Haus, eine Finca, eine Ferienwohnung für sich oder als Kapitalanlage sei für jeden Ausländer ohne Beschränkung zum Erwerben möglich. Ein notarieller Kaufvertrag und der Eintrag ins Grundbuch reicht aus. Allerdings fühlen sich die Uruguayer dabei, als ob es sich um einen Ausverkauf des Landes handelt, da viel ausländische Investoren die Möglichkeit dazu aufgreifen.

Wasser satt!

…deshalb gibt es hier auch große Flächen mit Reissanbau. Uruguay ist weltweit siebtgrößter Reiserzeuger und bekannt, da weitgehend auf Gentechnik verzichtet wird und somit Sortenreinheit besteht, für seine hervorragende Reisqualität.

Aha!

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