Küstenstraße im Osten Tasmaniens. Von St. Helens nach Coles Bay.

Unsere Cabin in St. Helens war nagelneu und fast mittig im Ort. Wobei, groß sind die kleinen Ortschaften eigentlich nicht. Man bekommt das Benötigte um sich zu versorgen, ein wenig Kitsch und Krams, eine Touri-Info und WiFi. Wie häufig gibt es in den Unterkünften eine gemeinschaftlich, nutzbare Küche und das von uns darin zubereitete Abendessen bescherte uns einen leckeren Burger 🍔. Gemütlich lassen wir auch den Dienstag angehen, wir wollen an die Bay of Fires und wissen, das sind ca. 17 km zu fahren. Nachdem wir in Ruhe gefrühstückt, uns einen Toast mit Spiegelei zubereitet hatten, bemerkten wir einen Stromausfall, somit ging es dann auch schnell aufs Rad. In Bezug auf den Stromausfall sei jedoch noch kurz erwähnt, der Toaster rauchte ein wenig da Krümel nach unten vielen und verbrannten. Woraufhin Uwe sich ein Messer schnappte und den heizenden Toaster bearbeitete, sich einen kleinen Stromschlag einhandelte und damit einen Kurzschluss verursachte. Also eigentlich dachten wir, er hätte nur den Toaster lahmgelegt! Jedoch hatten wir auch kein Licht mehr im Zimmer und nach kurzer Info an der Rezeption, hörten wir, die ganze Anlage hätte unbegreiflicher Weise keine Stromversorgung. Wir also aufs Rad und besser erstmal weg. 🤪

Die Bay of Fires bekam ihren Namen durch die Entdecker Tasmaniens. Sie haben die Feuer der Aborigines am Strand gesehen. Die dazu passenden rot gefärbten Felsen, die im Sonnenlicht mit dem türkisfarbenen Meer um die Wette leuchten, sind von Flechten besiedelt. Faszinierend sind die unzähligen Campingplätze, sie sind direkt am Meer und jeder kann einfach sein Zelt oder Camper dort aufstellen. Zumeist gibt es nur eine Plusmsklo, aber auch hier herrscht ein anderer Standard als wir es kennen. Ein viel besserer!

Wieder in unserer Herberge angekommen, scheint der überraschende Stromausfall behoben. Wir können auch wieder Toasten, auch er hat die kurze Episode überlebt.

Der weitere Weg führt uns an der Ostküste Tasmaniens in den Süden. Da wir sehr häufig direkt an der Küste fahren können, bieten sich spektakuläre Aussichten. Und immer wieder halten wir an, um unseren Fotoapparat aus der Tasche zu holen. Ein wenig Glück gehörte heute auch dazu, den wir fuhren über 70 km immer an der Wetterkante. Im Inland Regen und an der Küstenlinie etwas bewölkt mit zunehmender Tendenz zur Sonne.

In Bicheno übernachten wir nach 76 km. Wir sehen an der Straße bereits ein Schild welches auf Pinguine hinweist. Tatsächlich, auf dem Campingplatz zeigt man uns den Strand zu dem wir gehen können um sie zu finden. Nach erfolglosem Absuchen des Strandes gehen wir zurück und sehen doch noch zwei Pinguine die sich verstecken. Einer in einem Gullischacht ( plötzlicher Regen kann ihm ja nichts ausmachen) und der Zweite steht einfach hinter uns im Gebüsch und wartet, auf was auch immer. Pinguine-Expedition erfolgreich abgeschlossen :-).

Es wird heute ein kurzer Rad-Tag werden. Malcom und Vicky, unsere letzten Wormshowers-Host, haben uns bei ihren Freunden angemeldet. Richard und Kerrie leben ca. 40 km von Bicheno entfernt und haben uns für heute Abend, 29.11. eingeladen bei Ihnen zu übernachten. Da sie jedoch erst ab 18.00 Uhr zu Hause sein werden, fahren wir in Richtung Coles Beach. Wir betreten den Freycinet National Park, stellen unsere Räder ab und ziehen die Wanderschuhe an. Wir wollen zum Wineglass Bay Lookout, eine Wandertour für ca 2 Stunden. Die Aussicht ist grandios und wir sind wieder einmal begeistert von Tassie.

Nachdem Uwe mit einem Pademelon ( so heißen die kleineren Kängurus) Kontakt aufnahm, es meinte wohl fälschlicherweise etwas zu fressen zu bekommen, hatten wir uns auf den Weg nach Swanwick, unserem heutigen Ziel, aufgemacht.

Bis bald!

8 Gedanken zu “Küstenstraße im Osten Tasmaniens. Von St. Helens nach Coles Bay.

  1. Kirsten Rhein

    Die Freundlichkeit der Menschen ist schon unbeschreiblich! Gute Weiterfahrt! Schöne Grüße aus Potsdam und einen schönen ersten Advent😉 Kirsten

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  2. Gaby

    Hallo ihr Zwei. Einfach nur traumhaft eure Photos. Ich könnte euch nur Bilder grau in grau schicken. Umso mehr genieße ich eure Aufnahmen. Und zum Thema Toaster sage ich nur: hätte ich sein können. Sabine hat sich früher schon immer über mein handwerkliches Geschick amüsiert. GLG Gaby

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    1. Hahaha…. ja da kann ich einfach nicht widersprechen! Und wenn du dabei gewesen wärst, hättest du bestimmt gesagt „ach echt, deshalb haben wir keinen Strom?“ 😂
      Sonnige 🌞 Grüße an euch ins graue Deutschland

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  3. Gabriele Eiberg

    Toll, was ihr mal wieder erlebt. Wir sind in Gedanken bei euch und freuen uns allmorgendlich auf neue Abenteuerberichte und Fotos von euch.
    Und Sabine… nimm Uwe die Messer weg!

    Liebe Grüße aus Todtshorn

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  4. Dorrit

    Hallo Uwe, ich fasse es nicht….mit dem Messer in den Toaster… Die giftigsten Schlangen der Welt reichen euch anscheinend nicht für den Nervenkitzel 🙂 Ansonsten sind es ja wieder traumhafte Fotos von euch und der Natur – Ton in Ton mit dem Meer und den roten Felsen, super. Weiterhin ganz viel Spaß! Liebe Grüße, Dorrit

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    1. Also das mit dem Toaster und Verbindung mit Werkzeug lassen wir nun auch mal sein, hat aber keiner erahnt, das wir evtl die Schuldigen waren…. oder nur nichts gesagt… wir sind ja Gäste aus weit her gereist 😂

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