Der Nordosten der Südinsel

Christchurch zu verlassen war weniger anstrengend als vor zwei Tagen das Ankommen. Wir sind auf einer ruhigeren Straße nach Norden gefahren und konnten somit den Highway für die ersten 20 km umgehen. Der bereits vorhergesagte Wind aus Nord, anfangs noch moderat, legte im Laufe des Tages an Geschwindigkeit zu und erschwerte unser Vorankommen für die letzten 2 Stunden unserer Tour erheblich. Allerdings haben uns zwei erholsame Pausen und ein Kaffe mit Bananenkuchen bei Laune gehalten. Waipara ist unser Ziel für Donnerstag und auf dem sehr kleinen Campingplatz können wir in einem Eisenbahnwaggon schlafen. Sollte es, wie angekündigt Regen in der Nacht geben, sind wir mal wieder gut und sehr außergewöhnlich untergebracht. Der Wagon, früher mit leichter Fracht wie z.B Postfracht, über die Südinsel gefahren, ist ziemlich gemütlich eingerichtet und wenn wir die Frachttüre öffnen, können wir sogar auf einem kleinen Balkon Platz nehmen. Der Wagen ist mittlerweile fast 80 Jahre alt und hat in seinen 50 Betriebsjahren über zwei Millionen Bahnkilometer hinter sich gebracht. Nun, jetzt steht er bereits seit 1990 auf dem gleichen Platz.

Der Himmel lies den Regen bereits erahnen!

Wir freuten uns in der Nacht, als der Regen einsetzte, dass wir schön im trockenen lagen und wieder die richtige Entscheidung getroffen hatten. Wir blieben dann nicht verschont, als wir am Freitagmorgen los fuhren. Regen, Regen, Regen, bis wir unser nächstes Ziel Cheviot erreichten, was ziemlich fix ging, denn wir hatten Rückenwind. Erneut buchen wir uns eine Unterkunft, denn auf Zelten haben wir definitiv keine Lust bei diesem Wetter. Just als wir im warmen saßen, nahm der Regen auch wieder zu. Soll er… uns stört es gerade nicht mehr 🙂

Leider befinden wir uns immer noch auf einer Transitstrecke in den Norden der Insel. So hatten wir uns das nicht vorgestellt, als wir uns für diese Route entschieden hatten. Seit 6 Tagen fahren wir auf dem Highway, was grundsätzlich nichts schlechtes sein müsste, allerdings gab es die letzten Tage auch keinerlei Abwechslung für das Auge und die Ah-Oh-Juhu-Effekte blieben aus. Da werden 80 km schon ziemlich fade und lang. Unser nächstes Ziel wird Kaikoura sein und dort erhoffen wir uns, dass wir Wale sehen können. Daumen sind schon mal gedrückt und die Vorfreude groß!

Um Chance auf besseres Wetter zu haben, entscheiden wir uns den trüben Samstag noch in Cheviot zu verbringen. Somit haben wir die Gelegenheit die örtliche A&P Show (Agricultural & Pastoral) zu besuchen. Dort gibt es ein Reit- und Springturnier, Treckeraussteller, Kettenkarussell und vieles anderes zu bestaunen.

Morgen am Sonntag, werden wir dem Wetter trotzen und nach Kaikoura fahren. Für Montag ist Besserung in Sicht.

4 Gedanken zu “Der Nordosten der Südinsel

  1. Kirsten Rhein

    Der Waggon ist ja wirklich schön! Und die Festivitäten hören sich nach guter alter Zeit an 😉 Gute Fahrt nach Kaikoura… vor 14 Jahren gab es dort Wale. Viel Erfolg und Grüße aus dem stürmischen Potsdam!

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