Coromandel Peninsula

Weit ist es nun nicht mehr bis Auckland und dem Ende unserer Tour!

Entspannt k√∂nnen wir die letzten Kilometer angehen, nachdem wir drei Tage in Waihi Beach verbrachten, sind wir am Donnerstag, 04. April bis nach Waihi gefahren. In einer deutschen B√§ckerei kaufen wir uns zwei Franzbr√∂tchen und haben nahezu den Geschmack der Heimat. Man k√∂nnte ein wirklich leckeres Sauerteigbrot erwerben, aber f√ľr ca 12-15‚ā¨ bleibt uns das Geld in der Tasche stecken – die zwei Wochen k√∂nnen wir noch abwarten! In Waihi befindet sich die zweite gro√üe Goldmine des Landes und wir k√∂nnen mitten in der Stadt in einen tiefen Krater sehen. Wobei hier mittlerweile nur noch im Untertagebau abgebaut wird. Auf einer alten Bahnstrecke erkunden wir weiter die Gegend und finden viele alte Relikte aus der bl√ľhenden Bergbau- Zeit. √úberall wurde im sp√§ten 19. Jahrhundert erfolgreich nach Gold gesch√ľrft und die St√§dte entstanden und verschwanden mit dem Erfolg oder Misserfolg. Wie haben sie das Gold zur damaligen Zeit nur abtragen k√∂nnen, wof√ľr man heute riesige LKW ben√∂tigt? Auf einem Hinweisschild lesen wir, dass jeder dieser riesigen Trucks, 90-100 Tonnen Steine bef√∂rdert, daraus werden im Schnitt, 2 Essl√∂ffel Gold und 20 Essl√∂ffel Silber gewonnen.

Um zur damaligen Zeit den Abraum leichter befördern zu können, wurden Schmalspurbahnen in unwegsames Gelände gebaut. Auf diesen alten Wegen, können wir heute bequem radeln. Ein weiteres Highlight ist ein 1000 Meter langer Tunnel. Man sieht bei der Einfahrt, das Licht am Ende des Tunnels und man glaubt, gleich hätten wir ihn durchfahren, aber 1 km, bleibt eben 1km. So täuscht man sich!

Am Freitag √ľbernachten wir bei Dave und Mary in Pauanui. Wieder einmal erfreut uns diese √ľberw√§ltigende Gastfreundschaft in NZ. Obwohl sie erst sp√§t aus Auckland zur√ľck kommen wollten, boten sie uns ihr kleines Gartenhaus an. Zieht ein und f√ľhlt euch wohl, see you later! Hoffentlich k√∂nnen wir all diese Gastfreundschaft die uns widerfahren ist, jemals wieder zur√ľck geben! Pauanui ist ein Ort, wie viele vergleichbare an der K√ľste. Ordentlich und sauber, ansehnliche H√§user mit kleinen G√§rten umgeben. Zumeist Ferienh√§user oder der Ruhesitz f√ľr Paare im Alter. Unbeschwert l√§sst es sich hier leben, denn viele erz√§hlten uns, die H√§user abzuschlie√üen w√§re nicht √ľblich und man muss sich auch keine Sorgen machen. Wir finden dies unglaublich entspannend, sich keine Sorgen um einen Einbruch oder um jemanden Fremdes zu machen. Sie kommen uns mit so einem gro√üen Vertrauen entgegen, dass wir zum Nachdenken angeregt werden, ob wir nicht zu oft, zu viele Vorurteile haben. Wie sch√∂n w√§re es, wenn wir so offen und vertrauensvoll w√§ren um jeder Person so entgegenkommen zu k√∂nnen. Nach all unseren Reisen, k√∂nnen wir immer noch sagen, es gab nie eine Situation, welche unangenehm oder gar gef√§hrlich f√ľr uns gewesen w√§re, wir k√∂nnten also offener werden ūüėä

Es wird Herbst! Die B√§ume, die Zeitumstellung auf Winterzeit und das Wetter passen sich bereits an. Noch ist es m√∂glich, tags√ľber ein paar Stunden kurz√§rmlig zu fahren, aber die Wetterlage hat sich drastisch ver√§ndert. Die Wettervorhersagen zeigen immer √∂fters Regen statt Sonne an. Dies ist sehr schade f√ľr uns, da wir auf der Halbinsel Coromandel Peninsula, in Richtung Auckland fahren. Wir haben immer wieder kleine F√§hrpassagen und tolle Ausblicke auf die K√ľste, k√∂nnen diese jedoch im besten Fall ohne Regen, aber nur sehr bew√∂lkt wahrnehmen. Dennoch beschweren wir uns nicht, wir hatten selten Regentage auf unserer Tour und genie√üen auch bei schlechtem Wetter noch jeden Tag.

F√ľrs Wochenende bleiben wir in Whitianga, einer kleinen netten Stadt direkt am Meer. Wir k√∂nnen uns einige Kilometer sparen, wenn wir die Stadt √ľber eine gegen√ľberliegende Bucht und per F√§hre erreichen. Auf dem Weg zur F√§hre f√§llt uns jedoch ein, wir hatten nicht nachgesehen ob sie am Wochenende f√§hrt und auch R√§der mitnimmt. 40 km Umweg h√§tte dies bedeutet. Sie steht jedoch schon bereit und nimmt uns so wie wir ausgestattet sind auch mit. Puhhhhh! Sonntag ist ein fauler Tag, den wir mit lesen, einem Strandspaziergang und permanentem essen verbringen. Das mit dem Essen muss sich Zuhause aber gewaltig regulieren, der Rest k√∂nnte so bleiben…. h√§tten wir Strand!

Fr√∂hlichen Sonntag ūüôā

2 Gedanken zu “Coromandel Peninsula

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