RN 309, der letzte Hügel auf unserer Tour und dann ab nach Auckland!

Whitianga, welches wie „Fitianga“ ausgesprochen wird, war uns ein gemütliches Pausenstädtchen. Aber am Montag steht unser letzter, reeller Radtag an, denn wir haben bereits die Fähre von Coromandel nach Auckland für Dienstag, 9. April gebucht. Wir entscheiden uns für eine Nebenstraße um nach Coromandel zu fahren, von der wissen wir, sie hat einen Berg mit 300 Höhenmeter zu erklimmen und ist eine Schotterstraße. Die ersten 15 Kilometer fahren flach entlang eines Flusses und um uns ist mal wieder Regenwald pur. Nachdem wir die Schotterpiste erreichten, schlängelt sich der Weg permanent nach oben. Die Steigungen variieren zu mehr oder minder steil, aber für uns akzeptabel, wir sind ja trainiert. Autoverkehr gibt es fast nicht und wir vermissen ihn auch nicht. Wir freuen uns, dass wir diesen letzten Radtag so in der Natur verbringen können. Es ist alles so still, ursprünglich und naturbelassen. Es ist ein wunderbares Abschiedsgeschenk an uns.

Angekommen auf der Hauptstraße und noch um drei Ecken gefahren, finden wir ein schönes Plätzchen für einen selbst gemachten Kaffe direkt am Wasser. Wie im Kino sind wir beschäftigt, alles aufzunehmen, was in einem kleinen, direkt vor uns liegenden Hafen, passiert. Gerade zu unserer Kaffepause kommen die Fischerboote zurück und übergeben die vollen Säcke mit Muscheln an die bereits wartenden Transporter. Von hier aus nehmen wir dann am Dienstag die Fähre nach Auckland…. so dachten wir !

Für Heute müssen wir uns nicht beeilen, denn wir haben nur noch eine kurze Strecke zu fahren und sind erst um 17.00 Uhr mit Harrie verabredet. Wir sind bei unserem letzten WS-Host in NZ eingeladen. Host ist eigentlich Grace, allerdings lernen wir sie nicht kennen, denn sie ist verreist, hat uns dennoch zu sich nach Hause eingeladen. Somit lernen wir „nur“ Harrie kennen. Wie immer ist alles unkompliziert und easy giong.

Dienstag führt uns dann der Weg wieder zu besagten Hafen, nachdem wir Coromandel Town und die dazugehörigen Buchten besuchten. Wir haben schönes Wetter, ein wenig Wind, viel Zeit bis die Fähre kommt und beste Laune. Vielleicht ein wenig Wehmut, ob dem Ende der Tour. Wenn wir in Auckland angekommen sind, haben wir noch 8 km bis zum Hotel und dann ist die Reise beendet. Darüber nachzudenken haben wir jedoch fast keine Zeit, denn am kleinen Fähranleger herrscht erneut Hochbetrieb. Wir müssen hier ca drei Stunden die Zeit verbringen, aber davon ist keine Minute langweilig. Immer wieder beobachten wir, das kleine Tüten mit Muscheln gefüllt werden, die entweder der Fahrer eines Transporters oder ein Shhiffsmitarbeiter bekommt….. also wir würden auch nicht nein sagen, schön in Weißweinsud mit Baguette, lecker! Es bleibt aber eine Tagträumerei!

Beinahe wäre unsere Rückreise aber schief gegangen. Von weitem sehen wir einen weiteren Radfahrer, sehen ihn näher kommen und an unserem schönen Hafen vorbei radeln. Es ist 14.30 Uhr um 15.00 Uhr geht die Fähre, wo will er hin? Da kommt uns doch in den Sinn mal nachzusehen, ob wir eigentlich richtig sind? Sind wir nämlich nicht, wir sollten schleunigst unsere Räder packen und Julian aus Köln, so stellte er sich später vor, folgen. Die Passagierfähre fuhr ca. einen Kilometer weiter, in der nächsten Bucht ab. Julian ist seit längerer Zeit mal wieder ein Radreisender den wir begegnen, gut das er zur Stelle war! Wir hätten doch glatt, nach drei stündiger Warterei die Fähre verpasst.

Julian hat die beiden Inseln seit 6 Wochen beradelt und ist ebenso begeistert wie wir. Wir sind bis Auckland sehr nett unterhalten und die zwei Stunden Fährfahrt sind schnell vorbei. Die ersten Kilometer in Auckland sind ein Schock. Uwe ist mit der Wegfindung zur Unterkunft beschäftigt und ich damit, dass wir beide überleben. Nach so viel Ruhe, dann in einer Großstadt zu radeln ist wirklich Horror. Zumal wir noch pünktlich zur Rush-Hour mittendrin stecken.

Wir haben jedoch überlebt, die Unterkunft eine halbe Stunde später erreicht, um 17.50 Uhr unsere Tour beendet und ein Bier darauf getrunken. Wir haben nach 8677 Reisekilometern fertig! Sehr schön war’s!

11 Gedanken zu “RN 309, der letzte Hügel auf unserer Tour und dann ab nach Auckland!

  1. Marion

    Vielen vielen Dank für die tollen Berichte und die wunderschönen Fotos des letzten halben Jahres…
    Ein kleiner Urlaub auf Distanz für alle Daheimgebliebenen…
    Liebe Grüße und gutes Heimkehren in den deutschen Frühling. 🌱🌷🌼🐝🐞🐛🦋🐥☀️

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    1. Hi Karen and Peter, it was an fantastic adventure and every day was special. We enjoyed both countries so much.
      But we know, we like to come back to Australia, because we have seen only a very small part of your lovely and big country! We have not experienced the adventure of cycling through the desert
      🙂

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