Die Zeit rennt und wir mit!

Alles ist organisiert! So denken wir und doch fällt uns immer wieder etwas ein, was noch erledigt werden muss. Der Umzugswagen ist für März bestellt, die Kartons sind noch nicht gefüllt, wir haben noch Zeit aber die Uhr tickt ja bereits. Adressänderung, Versicherungen anschreiben, Visen, Aussortieren, Arztbesuche, Impfungen, Fahrradsturz kurieren, evtl noch Skifahen? (lassen wir aus). Ein neues Zelt, Lagerraum bauen in dem unsere Möbel eingelagert werden, Uwe hat noch Geburtstag🥂, Unterstand für Tracktor und Auto finden, Ersatzteile für Fahrrad bestellen, checken welchen Schuckostecker man in welchem Land benötigt, noch zwei Vorträge über unsere Südamerikareise halten, Freunde besuchen, entspannen, im blinden Aktionismus drei Bücherkisten packen und dann wieder pausieren, Auslandskrankenversicherung, kyrillisch versuchen zu lesen/lernen und wieder aufgeben. Auto braucht noch TÜV, internationalen Führerschein beantragen. Haben wir für die Reise schon alles? Merinoshirt wäre noch gut. Kaffeepause! Hr. Trump beschimpfen, da er unsere Route erschwert und nach Alternativen suchen.

60 Days to go!!!

Ob wir bereits aufgeregt sind, werden wir immer wieder gefragt. Nein, irgendwie nicht! Sind wir denn schon so im Abenteuer-Reisemodus angekommen, dass wir keine Aufregung mehr verspüren? Vielleicht sind „60 Days to go“ für uns einfach noch unendlich viele Tage die wir mit Freunden und Familie verbringen dürfen, dass wir uns die Aufregung für den Endspurt aufheben.

Unsere konkrete Reiseroute? Wir wollen von Zuhause nach Asien radeln, das ist sicher! Für Uwe wäre das Ziel Laos, Vietnam und Thailand. Ich würde mich für Südkorea entscheiden. Wir müssen uns also irgendwo in China auf eine südliche oder nördlich Route einigen. Aber vielleicht doch der Reihe nach. Unser erstes Ziel wird meine Heimat sein, um uns von meiner Familie zu verabschieden. Die weitere Tour würde geplant an der Donau bis zum Schwarzen Meer führen. Hier entscheidet sich tatsächlich erst unser weiterer Weg. Je nach poltischer Lage im Nahen Osten gibt es mehrere Optionen. Im Moment wäre es uns, aufgrund der brisanten Lage, nicht erlaubt vom Iran nach Turkmenistan auszureisen. Das würde unsere Pläne ziemlich durcheinander würfeln. Es bleibt spannend aber wir sind entspannt. Wait and see!

Reiseroute

Spannend wird auch das Thema Visum für China. Wir haben uns dazu einen Schlachtplan ausgedacht. Dieser sieht vor, das wir unsere Reiseroute völlig transparent machen. Richtig, das würde man im allgemeinen nicht als einen Schlachtplan bezeichnen. Um an ein Visum für China zu kommen, evtl. schon.

Wir haben bereits im Dezember eine E-Mail an das chinesische Konsulat in Hamburg geschreiben und haben unser Vorhaben erklärt. Für die Beantragung eines Visums muss der Antragsteller noch in Deutschland sein und sich persönlich im Visa-Center vorstellen. Bei positivem Bescheid, hätten wir 90 Tage Zeit um nach China einzureisen. Dies ist uns natürlich nicht möglich und das hatten wir in unserer Mail auch erwähnt. Daraufhin hat sich ein sehr freundlicher Mitarbeiter des Konsulats bei uns telefonisch gemeldet um mehr Details zu unserer Reise zu erfahren. Er machte uns Mut in dem er sagte „kommen Sie doch im Januar bei uns vorbei, wir finden eine Lösung“. Gesagt, getan….Schlachtplan mißglückt!

Die Dame im Visa-Center hat genaue Vorschriften und an diese müssen auch wir uns halten. Dies bedeutet, dass der Erhalt eines Visums an ein Flug/Schiffsticket mit Ein-/Ausreisedatum und für jeden Tag im Land eine Hotelbuchung gebunden ist. Eine Fahrradreise zu der wir nicht sicher sagen können, wann wir an der Grenze einreisen wollen, Reisende, die nicht wissen, wann sie wo sein werden, sind in den Einreisebestimmungen nicht vorgesehen. Der Versuch, unsere Fahrradreise zu erklären, verhallte gänzlich. Wir hatten das Gefühl, dass Ihr die Vorstellungskraft zu solch einer Reise völlig fehlte. Das können wir nun wiederum gut nachvollziehen und um Ihr unsere 1000 Herausforderung zu erklären, fehlt die Zeit. Was nun?

Wir werden alle Vorschriften der Botschaft erfüllen. Wir werden das tun, was alle anderen Fahrradreisenden auch tun mussten. Wir werden darüber berichten, wenn wir die Visen in den Händen halten:-)

Glücklicherweise sind der Iran und China die einzigen Länder, in welchen wir vorab bereits ein Visum beantragen müssen. Für den Iran wird es hoffentlich ein wenig leichter, das können wir von unterwegs beantragen. In alle weiteren Länder können wir entweder für 30 Tage Visumfrei einreisen oder bekommen den Stempel an der Grenze. So die Theorie.

60 Days to go!

8 Gedanken zu “Die Zeit rennt und wir mit!

  1. Stefan M.

    Ihr Lieben,
    jetzt seid Ihr noch in Drestedt „gestrandet“…
    Wir drücken Euch ganz fest die Daumen, dass Ihr bald loskönnt!!!
    Herzlich Stef & Steph

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  2. Wir haben euch heute im RBB Brandenburg gesehen. Super Sache – Glückwunsch.
    Wir beneiden euch – sind 2013/14 auch für 7 Monate auf Achse per Rad gewesen,
    u.a. ab Bukarest bis Teheran, in der Türkei und besonders im Iran haben wir eine unwahrscheinliche Gastfreundschaft erlebt.
    Wir wünschen euch ein tolle Tour Kathrin und Frank aus dem Spreewald

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  3. Matthias Hirschberg

    Der Start rückt näher und wir (auch Anja) wünschen euch, das es auch mit China gelingt. Wo ein Wille ist findet sich auch dann der Weg zum Ziel!

    Liebe Grüße

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  4. Hartmut Werlich

    Na dass wird ja n spannendes Projekt auf jeden Falll toi toi toi das alles klappt und ich freu mich schon auf die ersten Eindrücke. Wann habt ihr denn wo euren nächsten Vortrag?

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    1. Moin Hartmut, wir berichten über Südamerika am 31.01 in Tostedt und am 07.02. in Buchholz Nordheide. Bist Du in der Nähe? Wir würden uns sehr freuen!
      Du kannst natürlich auch kurzfristig einen Saal in Dresden für uns organisieren 🙂 🙂

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