Auf dem Rad!

Eine Weltreise die nich stattfinden kann, kann das Leben ziemlich durcheinander wirbeln. Als wir im März unsere Reisepläne verschieben mussten, waren wir überzeugt, dass es ja nur ein paar Wochen dauern wird, bis dann endlich die Räder wieder rollen. Sorgen mussten wir uns erst einmal keine machen, denn wir lebten in unserer Ferienwohnung sehr komfortabel. Covid 19 hat uns zwar eingeschränkt, dennoch konnten wir täglich Radtouren oder lange Spaziergänge machen und somit verlief unser Alltag, zwar mit sehr begrenztem sozialen Kontakt, relativ enspannt ab.

Bleckede bei Sonnenuntergang

Nachdem uns jedoch klar wurde, dass evtl. sogar das gesamte Jahr 2020 keine Normalität bringen wird, haben wir uns für eine Wohnung entschieden, die wir im Mai bezogen haben. Nun sind wir Neubürger in Bleckede und fühlen uns dort sehr wohl. Dies bedeutet natürlich nicht, dass wir unsere „Welt“-Reise aus den Augen verloren haben, es bedeutet nur, dass wir sie um einige Zeit verschieben müssen. Hoffentlich nur ein Jahr!

In der Zwischenzeit erkunden wir Osteuropa. Wir sind auf dem Weg nach Polen, Slowakei, Ungarn und dann werden wir weiter sehen, wie es uns gefällt und wie sich das Reisen im Moment anfühlt. Die Tour soll uns über Wroclaw (Breslau), Katowice nach Auschwitz und Birkenau führen. Von unserem Radlerfreund Jacek haben wir bereits einige Tipps für Polen erhalten. In Krakau gibt es dann eine Wurst und wenn wir diese gegessen haben, fahren wir die Kalorien in der Hohen Tatra auf dem Weg in die Slowakei bestimmt wieder ab. Bis wir dann in Budapest und am Plattensee angekommen sind, können wir uns die weitere Route überlegen. Geplant sind drei Monate in denen man eine Menge Kilometer schaffen könnte.

An der Elbe

Nach zwei Tagen auf dem Rad fühlt sich alles prima an, bis auf den Po, der brennt! Wir wollen so oft es noch geht Zelten und sind bereits gestern an unsere Gedultsgrenze gestoßen. Die Campingplätze sind voll und damit steigt der Geräuschpegel. Unsere Campingnachbarn haben sich per Zufall zu einer Plauschgruppe zusammengefunden und waren in ziemlich wichtige Weltthemen vertieft. Als wir dann um 0.45 Uhr immer noch nicht schlafen konnten, musste Uwe mal freundlich vorschlagen, ob die wichtige Debatte über DEKRA oder besser TÜV, nicht auch am nächsten Tag entschieden werden könnte. Sie waren sofort einsichtig und sind Schlafen gegangen. Ein freundliches Wort hilft!

Wir haben Rückenwind und das gefällt uns gut. Die Strecke war am zweiten Tag weniger schön, aber damit muss man manchmal leben und dafür hat sich der Weg am Samstag und Sonntag ins Zeug gelegt. Eine Fahrradstraße mitten durch den Wald, ruhig mit Schatten und schönen Sitzgelegenheiten, ein top Weg. Kaum im Spreewald angekommen, sehen wir schon die ersten Gurken im Glas als Souvenir verpackt, verkauft von Gurken-Paule. Passend dazu heißt der Radweg dann auch noch Gurkenradweg.

Spreewald

Nach Cottbus hatten wir etwas mehr als 100km zu fahren. Die waren schnell geschafft denn hinter uns war der Himmel so dunkel, dass er uns vor sich hertrieb. Und tatsächlich haben wir keinen Tropfen abbekommen. Nachdem wir in Cottbus angekommen waren, uns orientierten, kam ein Platzregen den wir in einem überdachten Hauseingang abwarten konnten. Wir haben aber auch immer ein Glück. 😊 Sabine hat heute Premiere in einer Jugendherberge. Schon bei dem Wort fühlt man sich „frisch“.

Morgen geht es nach Polen. Nur noch 25 km bis zur Grenze!

14 Gedanken zu “Auf dem Rad!

  1. Martina

    Hallo Sabine und Uwe,
    schön wieder von Euch zu hören, Volker und ich haben schon des Öfteren an Euch gedacht!
    Jede Tour von und nach Drestedt führt mich/uns an dem kleinen Schweinchen vorbei und dann denke ich: wo sie jetzt wohl gerade lang radeln?!
    Alles Gute für Eure Osteuropatour, werden Euch per Blog „verfolgen“.
    Liebe Grüße von Volker und Martina

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    1. Hallo Martina und Volker, das rosa Schweinchen steht also noch auf dem Dach, wie schön 🐖
      Nun ja, weit sind wir leider im März nicht gekommen! Aber nun hatten wir doch zwei Paar unruhige Beine und es musste auch mal losgehen. Bis jetzt, fühlt es sich ganz gut an und wir sind fröhlicher Dinge. Viele Grüße an euch und schön, dass ihr unseren Blog verfolgt. 😊

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  2. Thomas

    Wie schön zu lesen das ihr wieder unterwegs seit. Eine schöne, erlebnisreiche Reise und auf eine gesunde Rückkehr.
    … und immer bleibt das große Ziel vor Augen!

    LG Thomas

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  3. Heinz Hauschild

    Wir sind einen Teil Eurer geplanten Tour letztes Jahr mit dem Wohnmobil gefahren. Solltet Ihr auf dem Weg von Lübben (Gurken Paule) nach Görlitz kommen, empfehle ich eine Übernachtung auf dem Reithof in der Geschwister-Scholl-Str. 15. Zelten ist möglich und Frühstück gibts hier auch.
    Ich wünsche Euch eine schöne und unfallfreie Reise.
    LG Heinz

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  4. Kay

    Ich freue mich für Euch, dass es, wenn auch mit „gebremstem Schaum“ , wieder in die Sättel getrieben hat.
    Lasst es euch gut gehen in der skurrilen Fahrradtourwelt und genießt was geht.

    Wünsche gutes Wetter und genügend Gelassenheit auf der Tour. Lg Kay

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  5. Stefanie Veit

    Toll, dass ihr wieder unterwegs seid und euch nicht unterkriegen lasst. Freue mich auf die kommenden Zeilen von euch.
    Wie immer: aufpassen&heil wieder kommen.
    LG
    Steffi

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