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đŸ‡”đŸ‡± Masuren – Heimat der  Störche!

Masuren scheint das Paradies fĂŒr Störche zu sein. Nirgendwo haben wir so viele davon gesehen. Es gibt Dörfer da gibt es auf jedem Dach mindestens ein Nest, manchmal zwei und dazwischen bauen sie noch auf den Hochmasten. Störche, Störche, Störche ĂŒberall! Sie sammeln sich zu riesigen Gruppen und man kann 20-30 Störche am Himmel bei deren FlugĂŒbungen beobachten.

In Pastwiska haben wir den Regentag verbracht. 24 Std. Dauerregen da freuen wir uns umso mehr, im trockenen zu sitzen. Pastwiska Hausnummer zwei, so unsere Adresse. Die Nummer eins des Dorfes scheint die Scheune zu sein. Pastwiska hat nĂ€mlich nur zwei Hausnummern. Das eben nur kurz am Rande erwĂ€hnt, denn entscheidend ist es nicht wirklich, außer natĂŒrlich es möchte mal jemand hier seinen Urlaub planen.

Als wir wieder losfahren, ist der Himmel noch grau, die Sandwege aufgeweicht aber kein Regen. Eine gute Voraussetzung fĂŒr den Tag. FĂŒr etliche Kilometer verlassen wir aber unsere ursprĂŒngliche Route, da wir auf Asphalt eher vorankommen und uns diese Sandwege die sich durchnĂ€sst, wie Kaugummi anfĂŒhlen, so sehr anstrengen, dass wir keine Lust mehr darauf haben. Das hat jedoch zur Folge, dass Sabine von der Polizei angehalten wird. „Bitte die Radwege benutzen“ hat er bestimmt auf polnisch zu ihr gesagt. LĂ€chelnd erklĂ€rt sie, dass die Straße flacher sei und sie den hĂŒgeligen Radweg umgehen will. Er lĂ€sst sie ziehen, aber bei nĂ€chster Gelegenheit muss sie doch dem „Befehl“ folgen! Als ob es noch nicht genug ist, haben wir dann auch noch den ersten Platten, exakt nach 1213,5 Kilometer. Da hatten wir aber schon mal einen besseren Schnitt.

08.08.2021 – Abends zelten wir mal wieder, wir suchen uns einen tollen Platz direkt am See, fotografieren die Idylle, freuen uns kurz und schon war es vorbei. 8 Motorradfahrer platzieren sich zwischen uns und dem See. Ich frage Uwe noch „Sollen wir umziehen“? Kurz darauf kommen zwei Radfahrer und stellen sich ca 1.50 Meter neben uns. Dabei ist die FlĂ€che riesig. Wir blieben an unserem ausgewĂ€hlten Platz stehen und hatten somit volles Programm. Bis spĂ€t in die Nacht feiern die MĂ€nner ihr Wochenende und bringen uns um den Schlaf. Camping-Pech! Am nĂ€chsten Morgen wollten wir schon mit unseren Fahrrad-Hupen das Aufwach-Kommando einleiten um uns zu revanchieren, aber die MĂ€nner sind auch frĂŒh wach. Wer feiern kann, kann auch aufstehen! Das Zelt können wir noch im trockenen abbauen bevor es uns wieder erwischt. Mit Regen und dem zweiten Platten.

Es regnet fast den ganzen Tag und Uwe meint, das ist ja super, das spart Sonnencreme! Wir sind auf Kaugummi-Sandstraßen in Moskito-Fluggeschwindigkeit unterwegs und ich muss pinkeln. Ach was wĂ€re ich in diesem Moment gerne ein Mann! Das Terrain verĂ€ndert sich urplötzlich. Wir sind in einer Art Mittelgebirge (Hobbitland 😄) angekommen. Wir sind an der östlichsten polnisch-russischen Grenze und gleichzeitig an der Grenze zu Litauen. DreilĂ€ndereck. Dies wird sogar mit einem Grenzstein bedacht, welcher als Touristenmagnet fungiert. Die Russen haben sogar Kameras aufgebaut und um besagtem Grenzstein ist am Boden die Grenze mit Steinen kenntlich gemacht. Die Bodenfliesen um den Grenzstein, welche Litauen markiert, können wir betreten, im russische Bereich ist selbst der Bereich durch eine Art Schranke unzugĂ€nglich. Keine Bilder oder Aufnahmen lese ich natĂŒrlich erst nachdem ich schon ein Foto gemacht habe. Es ist wie immer, Kleingedrucktes liest doch niemand! Ziemlich hĂŒgelig geht’s weiter und da wir bei dem Regen wenig Lust auf das Zelt haben, telefonieren wir fast eine Stunde um noch ein Zimmer zu bekommen. Die Polen haben noch bis Ende August Ferien und die Gegend hier ist beliebt. Super nett sind wir in einem privat Haus bei einer kleinen Familie untergekommen, fallen jedoch ziemlich mĂŒde ins breite, bequeme Bett. Gute Nacht.

Am Montag, 09.08.2021 um 8.30 begrĂŒĂŸt uns die Wettervorhersage mit wenig Regenwahrscheinlichkeit und fast den ganzen Tag Sonne. Um 9.00 Uhr als wir losfahren wollen, regnet es und die Wetter-App hat sich auch schon darauf eingestellt. Was fĂŒr ein Mist! Na ja unsere Schuhe sind sowieso noch durchnĂ€sst. Nun sitzen wir vor dem Haus und warten erstmal den ersten Schauer ab bevor wir ca eine Stunde spĂ€ter losfahren können. Wir sind uns einig, die Gegend seit gestern gefĂ€llt uns bisher am besten, obwohl wir uns am Nachmittag erneut wegen eines Regenschauers unterstellen mĂŒssen. Neben uns fließt den ganzen Tag der Fluss Czarna HaƄcza entlang. Er wird stark von Kanuten frequentiert und wir wissen auch warum, der Flusslauf ist ein TrĂ€umchen und fĂŒr uns immer wieder Abwechslung. Am nĂ€chsten Tag wĂŒrde Uwe gerne ein kleines Bad in einem der FlĂŒsse nehmen, was ich aufgrund von sofortigem Moskitobefall verneine. Keinesfalls bleibe ich hier stehen und ziehe mich aus. Aber schön wĂ€re es gewesen!

In den Dörfer verĂ€ndert sich die Architektur seit geraumer Zeit. GrundsĂ€tzlich sind neu gebaute HĂ€user sehr ansprechend, allerdings faszinieren uns eher die alten, bereits verlassenen kleinen HĂ€uschen. Sie haben eine Art Eingangsbereich, der immer eine verzierte Holzfasade vorsteht. Überall sind noch VorhĂ€nge und kleine Plastikblumen in den Fenstern. Manche sind bereits unbewohnt, aber dennoch liebevoll nach außen gestaltet. Sehr idyllisch!

Nachdem wir ja bereits zwei Platten hatten, ist heute noch Reparatur angesagt!

Selbst ist die Frau beim flicken der SchlÀuche.

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đŸ‡”đŸ‡± Green Velo Rowerowy

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  1. marga u. Dieter

    Hallo!
    Wieder ein schöner Bericht, trotz des vielen Regen ; aber in der Regel follgt auf Regen doch wieder Sonne, hier hats auch mÀchtige Gewitter und Regen gebracht. Weiterhin gute Fahrt u. Viel FREUDE:

  2. Mathias

    Schönes Foto von Euch sitzend vor dem Haus. So schauen meine Kinder auch immer, wenn ich mal wieder einen schlechten Witz erzĂ€hle😂

    • An einen schlechten Witz haben wir auch gedacht, als die App Sonne vorhersagt und wir im Regen stehen. Aber so eine Tour ist eben kein Ponyhof đŸ€Ł

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