Ein wenig Paradies gefällig?

Bacalar liegt an einer Lagune. Die Lagune der sieben Farben und es ist auf keinen Fall übertrieben, denn die Farben des Wassers sind grandios. Wir verlängern unseren Aufenthalt um eine weitere Nacht und bleiben vier Tage vor Ort. Schwimmen und relaxen auf einem Steg, der in die Lagune ragt. Wir sind noch ca 40 km von Chetumal entfernt und wollten uns eigentlich dort eine Fährverbindung nach Belize buchen. So war der Plan, den wir schon öfters gekippt und doch wieder aufgenommen hatten. Gerne wollten wir zum schnorcheln auf die Insel Caye Caulker und haben schon die immensen Hotelpreise geschluckt, aber als wir dann für die Fähre fast ebenso viel wie fürs Hotel bezahlen sollten, haben wir den Plan schweren Herzens endgültig aufgegeben. Das wäre dann doch zu viel für ein bischen „Planschen“ gewesen. Allerdings werden wir uns von Chetumal aus, zwei in der Nähe liegenden Maya Pyramiden ansehen, bevor wir wieder in den Norden der Yucatan-Halbinsel aufbrechen. Dachten wir!

Um zu den Pyramiden zu kommen, es sind immerhin 80 km, hatten wir uns ein Auto gemietet. Wir hatten die Bestätigung des Autoverleihs und am nächsten Tag um 10:00 Uhr wäre der Abholtermin. Als wir in Chetumal am Flughafen den Mietwagen abholen wollen, sagt die Dame am Schalter, sie hätte kein Auto für uns. Etwas ungläubig sehen wir sie an und können es nicht glauben, schließlich haben wir von ihrer Firma eine Bestätigungsmail erhalten. „Ja, das könne schon sein, aber sie hat kein Auto und kann uns auch nicht weiterhelfen. Wir können die Buchung  ja stornieren“. Vielen Dank auf Wiedersehen! Leider hatten auch alle anderen Firmen keinen Wagen zur Verfügung. Glücklicherweise haben wir das Auto über eine offizielle Seite gebucht und hoffen nun unser Geld wieder zu bekommen. Sie selbst ist nicht daran interessiert uns in irgendeiner Weise zu helfen. Es ist bereits das zweite Mal, dass uns die Ruinen der Mayas verwehrt bleiben. Die erste durch Streik der indigenen Bevölkerung und nun der Streik des Autoverleihs. Im Moment läuft alles etwas schräg bei uns!

Sackgasse?

Belize, Auto, Abzocke bei einer Taxifahrt und wir selbst befinden uns irgendwie in einer Sackgasse in Bezug auf unsere weitere Tour. Der Plan ist, von Cancun nach Hause zu fliegen, wollten dies aber erst im März angehen. Nun sind wir aber nur noch 400 km entfernt und finden einfach keinen bezahlbaren Ort um eine Weile an der Küste zu verweilen. Cancun selbst erscheint uns dafür nicht erstrebenswert. Es ist wie verhext im Moment und die Ideen, die wir so haben, sind allesamt nicht ganz so einfach durchführbar. Wir stecken in unseren Ideen fest!

Cola geht immer,
aber nur auf einer Radtour!

Wenn wir durch die Straßen schlendern, sehen wir viele Verkaufsstände, oft mit selbst bestickten Schals oder Blusen, angeboten von jungen indigenen Frauen. Sie sitzen den ganzen Tag mit ihren Kindern auf dem Boden und vor ihnen ihre Ware. Sie preisen ihre schönen Sachen nicht an, sie warten einfach auf Kundschaft. An anderer Stelle steht ein Lastenfahrrad mit ein paar Pflanzen, davor eine Familie die auf Kundschaft wartet. Oder der mobile Eisverkäufer, der im Schatten sitzt und nur in sein Handy sieht. Wir fragen uns häufig, wie funktionieren diese Geschäfte und die damit verbundene Finanzierung des Lebensunterhalts?

6 Gedanken zu “Ein wenig Paradies gefällig?

  1. Elke und Thomas H.

    Wir sind mit dem Lesen eures Reiseblogs etwas in Rückstand geraten. Aber jetzt sind wir gespannt, wie ihr mit den „nicht ganz so einfach durchführbaren“ Ideen zum Abschluss eurer Reise umgeht. Vielen Dank für die spannenden Einblicke, die ihr uns in den letzten Wochen in ein für uns gänzlich unbekanntes Reiseland gegeben habt.

    Like

    1. Hallo Elke und Thomas, die nicht einfach durchführbaren Pläne haben wir verworfen. Wir verweilen in einigen Küstenstädten jeweils ein paar Tage bevor wir uns wieder ein klein wenig ins Landesinnere und an die nordöstliche Küste bewegen. Dort wollen wir Flamingos beobachten. Also ein paar Tage sind wir noch unterwegs 🤗

      Like

  2. Marie & Carol

    We are so sorry to hear the problems you are having. Doesn’t seem right that such a great long trip has to end on a sad note. It has been so fun following you.

    Like

    1. Hi Ladys! After ten month of cycling and a lot of great and outstanding moments and always positive experiences, three „unhappy“ days are a quite good result. So no worries 😘 .

      We hope you are fine and we wish you a great weekend, Sabine and Uwe

      Like

  3. Viktor Makowski

    Ärgerlich, diese Sackgasse. Aber alles hat irgendwann auch eine positive Seite. Gehe ich Recht in der Annahme, dass Ihr Guatemala schon erradelt habt?

    Like

    1. Hallo Viktor, wir sind zwischen Mexico und Panama noch nicht gewesen. Wir werden nun bummelig in den Norden aufbrechen und dann nach Hause fliegen. Wir sind nun schon fast 10 Monate unterwegs und freuen uns auch auf zuhause. Guatemala muss warten 🤗

      Like

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s