cycling the world | Der Radreiseblog

🇪🇸 Malaga >  🇲🇦 Marokko

Der Start in Malaga war sonnig, windig und kühl. Wir hatten uns relativ schnell dazu entschieden, die Küstenstrasse zu nehmen, da es im Inland noch kältere Tage und Nächte mit viel Regen für uns gegeben hätte. Los ging es sehr holprig mit kleineren technischen Problemen am Rad.

Bereits kurz nach Verlassen des Flughafens bemerkte ich schon Schleifgeräusche am Reifen und diese mussten behoben werden bevor wir weiterfahren. Die Halterung des Gepäckträger hatte sich nach unten verschoben und so den Gepäckträger in Richtung Reifen gedrückt. Da wir beide das gleiche Halterungssystem haben und Uwe keine Probleme  hatte, hatten wir die Hoffnung es würde gut gehen, indem wir es wieder in Position bringen und fest schrauben. Drei Mal sind wir so vorgegangen, aber immer wieder das gleiche Problem und es musste eine Lösung gefunden werden. Alle Taschen ab, alle Schrauben des Gepäckträgers aufschrauben, alles verstellen und in neuer Position wieder befestigen. 30 Minuten später kann es wieder losgehen. Nachdem wir zurück auf die Straße kommen, verkündet Uwe, nun dreht sich sein Reifen nicht mehr. Zurück auf den Gehweg, alle Taschen ab, alle Schrauben des Gepäckträgers aufschrauben, alles verstellen……Mittlerweile ist es später Vormittag und wir haben noch nichts geschafft. Toller Start!

Es hört sich prima an, wenn man sagt „wir nehmen die Küstenstrasse“ und auf der Landkarte sieht es auch toll aus, immer entlang des Meeres und der  Strandpromenade! Die Realität sieht jedoch wie oft, anders aus. Wir fahren im Zick-Zack durch die, sich endlosen aneinander reihenden Städte und Siedlungen der Costa del Sol. Links, rechts, links, rechts und dazwischen eine Menge Ampeln und vor allem kleine bissige Hügel. So kommen wir nicht in den „Fluss des Radelns“. Es ist laut, kalt und sehr windig bei anfänglich 14°C. Bereits am zweiten Tag sind wir genervt von der Küste und können es auf keinen Fall empfehlen, diese Route ins Auge zu fassen – kein Spaß.

Kurz vor Estepona können wir ein längeres Stück direkt am Strand entlang radeln. Da es zu ungemütlich ist, um raus zu gehen, haben wir die Strandpromenade fast für uns alleine und endlich können wir ein wenig Strecke machen.

Am dritten Radtag biegen wir etwas ins Landesinnere auf ruhigere Straßen ab. Es ist eine Wohltat endlich aus dem endlosen Stadtgewusel raus zu sein und Natur gefunden zu haben. Wir haben zwei größere Berge zu bezwingen die uns auch ordentlich ins Schwitzen bringen. Werden wir bei der Abfahrt wieder trocken gepustet, macht uns der einsetzende Regen wieder nass. Den vielen Störchen ergeht es ähnlich, auch sie sehen ziemlich durchnässt aus, aber sie lenken uns beim Fahren gut ab. Überall sind sie am bauen für den Nachwuchs und teilweise bauen sie 3-4 Nester wie in einer Hochhaussiedlung übereinander.

Nach 70 km sind wir in Algeciras, wo wir nicht viel Schönes finden. Morgen nehmen wir die Fähre nach Ceuta (gehört noch zu Spanien, liegt aber bereits auf dem afrikanischen Kontinent) und reisen kurze Zeit später in Marokko ein. Wir sind gespannt!

🍺Buy us a Beer! 🍺

Ein herzliches Dankeschön an Anne & Dieter, Sandra & Andreas und an meine Schwester Karin & Mike 👍. Prost!

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  1. Elke und Thomas H.

    Genau so wie ihr es beschreibt haben wir die Costa del Sol vom vergangenen Jahr auch in Erinnerung. Um euer Fahrvergnügen perfekt zu machen hätte nur noch eine (nicht verbotene) Fahrt auf der Schnellstraße gefehlt. Wir sind gespannt auf eure ersten Eindrücke aus unserem geliebten Marokko.

    • Damit wir es perfekt machen, waren wir gestern auch auf der Schnellstraße für ca 20 km. Zum Glück war wenig LKW-Verkehr – also keine Angst, wir nehmen schon auch alles mit 😂.

      Auf Marokko sind wir auch sehr gespannt. Vor allen Dingen ist es immer spannend, wie wir als Radfahrer im neuen Land funktionieren – wo bekommt man was, woher bekommen wir immer wieder Wasser usw.

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