
Algeciras nach Ceuta, so ist unsere gewählte Route um über die Straße von Gibraltar nach Afrika überzusetzen. Die Überfahrt mit dem Schiff dauert nur knapp 60 Minuten und Ceuta gehört übrigens noch zu Spanien, obwohl es auf afrikanischen Boden liegt. Es gibt also noch ein Stück Europa in Afrika. Nach weiteren 3 Kilometern kommen wir bereits an die marokkanische Grenze und bekommen ein 90 Tage Visa.

Der freundliche Grenzbeamte heißt uns herzlich willkommen in Marokko. So ein Grenzübertritt ist doch immer wieder aufregend. Auffallend sind die hohen Grenzzäune und die hohe Polizeipräsenz im ersten Ort Fnideq. Obwohl wir an der Küste sind, ist es nicht möglich an den Strand zu gehen, denn dieser ist mit Absperrgittern und weiteren Polizeiposten nicht zugänglich. Es scheint, als ob man das nahe Europa abschotten möchte und den Zugang dorthin stark kontrolliert.
Nachdem wir Fnideq verlassen hatten, konnten wir wiederum keinen Strandzugang finden, da nun Hotels oder schicke Wohnviertel den Zutritt versperren. Total überrascht sind wir, wie gepflegt die Grünanlagen entlang der Straße sind, überall sind Gärtner am Werk und es gibt absolut kein Müll auf den Wegen. Easy cycling bis nach Tétouan und die Polizeipräsenz nimmt auch ab.
Tétouan
Die Altstadt – Medina genannt – von Tétouan ist seit 1997 UNESCO Weltkulturerbe. Tétouan ist eine der kleinsten Medinas Marokkos und da sie von äußeren Einflüssen nahezu unberührt blieb, ist sie auch eine der besterhaltenen. Die Häuser der Medina sind fast alle weiß und niedrig gebaut. Überall findet man Kunsthandwerker wie Weber, Juweliere, Gerbereien und natürlich viele Straßenhändler und es scheint jedes Handwerk bleibt in seinen Gassen. So kommt man von den Obst und Gemüsegassen zu den Gassen mit Kleidung, Schmuckgassen oder dorthin, wo die Weber ihr Handwerk verrichten. Gewöhnungsbedürftig sind die Gassen in denen Fisch oder Fleisch verkauft wird. Der Magen muss viel aushalten.
Wir zelten im Moment nicht, es ist uns schlichtweg noch zu kalt und deshalb haben wir mitten in der Medina eine Unterkunft gebucht. Es ist nicht so einfach, sich in dem Gewusel der Altstadt zurechtzufinden. Kleine verwinkelte Gassen und Händler, die ihre Waren in den eh schon sehr engen Gassen präsentieren. Die Gassen müssen demnach zwischen den Händlern ihren Kunden und zwei vollbepackten Radfahrern geteilt werden. Als wir unsere Räder in unserer Unterkunft abstellen können, sind wir erstmal froh, dem Trubel entkommen zu sein.
Wir übernachten in einem Dar, einem traditionellen marokkanischen Stadthaus in der Medina. Ein Dar zeichnet sich durch einen zentralen Innenhof (Patio) ohne Garten aus.
Das arabische Wort „Dar“ bedeutet wörtlich „Haus“. Typisch sind dicke Außenmauern, ein Innenhof mit Springbrunnen, verzierte Fliesen und einer Dachterrasse.

Ohne Räder laufen wir nochmals durch die Medina. Die kleinen Gassen scheinen nicht enden zu wollen und ohne das Smartphone bzw Navigation wüssten wir nicht mehr wohin. Es ist Ramadan in Marokko und dies bedeutet auch für uns, wir sollten nicht öffentlich vor aller Augen essen oder trinken. Dies gebietet schon der Respekt vor den Gläubigen. Abends werden wir dann doch fündig und kommen in ein kleines Restaurant und sofort bietet uns ein Marokkaner Hilfe beim Bestellen an. Wir bekommen je ein Omelett mit Kartoffeln und jeder noch einen Fisch bzw. Fleischeintopf dazu.
شكرًا (shkran) Danke
Medina – eine andere Welt












Das Wetter spielt uns einen Streich, denn es ist hier so kalt, dass wir all unsere warmen Sachen aus den Taschen holen, um nicht zu frieren. Unsere Schlafsäcke müssen auch in den Unterkünften ausgepackt werden, ohne wäre es gar nicht auszuhalten. Zudem machen wir eine Zwangspause in Tétouan, da heftiger Regen angesagt ist und dies bei den bevorstehenden Bergen kein Spaß wäre. 9°C + Regen = keine Lust auf Radfahren!
🍺Buy us a Beer! 🍺
Herzlichen Dank an Armin und lieben Dank an Britta & Karsten und auch Hartmut.
Elke und Thomas H.
Danke für die Auffrischung unserer Tétouan-Erinnerungen vom November 2024! Es ist fast so, als wäre es gestern gewesen.
Glorypedalling
Sind eben in Chefchaouen angekommen….puhhh das war anstrengend. Die Casa la Hiba haben wir fix gefunden. Kaffee, duschen los geht’s 😁
Roman Miserre
Euch eine gute Reise. Ich bin vor einem Jahr auf meiner one year on a bike Tour von Auckland nach Marokko geflogen und von dort zurück nach Deutschland geradelt. Leider hatte ich vor Ort nicht viel Zeit, weil mich meine Frau und Freunde in Portugal zur Begrüßung erwarteten. Ich wäre sehr gern viel länger in Marokko geblieben. Viel Spaß. Liebe Grüße Roman
Glorypedalling
Hallo Roman!
Ein Jahr ist einfach zu kurz 😁. Marokko ist im Moment unheimlich grün, da es anfangs des Jahres so viel wie schon lange nicht mehr geregnet hatte. Das kommt uns natürlich zugute, da die Landschaft dadurch noch schöner ist. Wir sind heute in Chefchaouen angekommen, ein hartes Stück Arbeit für die letzten 6km um in die Stadt zu gelangen. Fröhliche Grüße, Sabine und Uwe
Erwin und Corine
Na, das sieht wunderbar aus! Ich war vor 36 Jahre mit ein VW bus in marokko unterwegs das war superschön. Geniesst es! Hoffe ihr muss bald nicht mehr frieren. Wir haben genug von der Hitze in ze tral-America😅 liebe Grüße Erwin und Corine
Glorypedalling
Liebe Grüße nach Panama! Sind gespannt wie ihr weiter in Richtung Südamerika kommt. 🤗
Ihlefeld Andreas
Schaut mal auf Facebook nach Thair Abud, ein österreichische Syrer, der wandert seit Jahren mit vielen Umwegen vom Nordkap zum Südkap https://www.facebook.com/thairabud und ist gerade in Marokko auf dem Weg nach Süden.
Glorypedalling
Das ist ja auch ein interessanter Account. Tolle Bilder. Danke für den Tipp!
Gillian Duffy
I am following with interest! Hoping it warms up a little for you soon!
Glorypedalling
Stay tuned 🤗. Tomorrow we will reach Chefchaouen and we are sure it’s another very interesting city. But everything is so different to Europe, it’s very fascinating.
Berta
Moin,
freue mich sehr, dass ihr wieder unterwegs seid und ich durch euern Blog erneut mitgenommen werde. Danke, ihr seid mit den Touren, Fotos, Eindrücke und Erlebnisse total inspirierend.
Wünsche euch gute Fahrt!
Glorypedalling
Hallo Berta!
Wir freuen uns sehr über deine Mitreise und deinen lieben Kommentar. Herzlichen Dank dafür.
Wenn nun das Wetter auch etwas besser wird und wir nicht mehr so frieren müssen, kommt auch mal Schwung in die Tour. Unser nächster Stopp wird Chefchaouen sein! Viele Grüße, Sabine und Uwe