
Nach Oliven und Wein, sind wir nun scheinbar in den Obstplantagen angekommen. Katalonien ist führend bei der Produktion von Pfirsichen und Nektarinen in Europa. Auch Aprikosen, Pflaume, Äpfel und Birnen sowie Zitrusfrüchte wie etwa Orangen, Zitronen und Mandarinen werden angebaut. Zudem endlose landwirtschaftliche Flächen und tausende von blühenden Kornblumen.

An die Grenze zu Andorra sind es nur noch etwa 100 Kilometer. Wir können viele Seitenstraße nehmen, manchmal nur geschotterte Wirtschaftswege aber alle im besten Zustand und das macht das Radeln ziemlich einfach. Zumal wir ein paar Tage bei angenehm moderater Steigung fahren können und dadurch abends nicht totmüde ins Bett fallen. Wir kommen den Pyrenäen allerdings näher und unsere Navigations-App bereitet uns schon mal auf größere beziehungsweise steilere Anstiege vor.


Kurz vor der Grenze zu Andorra und am Beginn der Pyrenäen schlagen wir unser Zelt auf einem Campingplatz auf und kommen in ein schreckliches Gewitter. Laut Wettervorhersage sind es nur leichte Schauer, laut Glorypedalling sind wir inmitten eines 4 Stunden andauernden heftigen Gewitters, mit Donner, Blitz und massiven Regenschauer. Wenn wir nicht mehr reisen, werden wir Wetterdienst. Zumindest blieben wir im Zelt trocken, wobei unser Zeltplatz alles andere als optimal für so viel Regen war.
Übrigens für alle, die gerne Zelten ein Tipp: übersehe niemals eine Schnecke 🐌 beim Verpacken des Zeltes! Es ist ekelig und sie stinkt gewaltig beim auspacken. Igitt 🙊
Eigentlich freuten wir uns auf Andorra und die Berge der Pyrenäen zeigten sich schneebedeckt am nächsten Morgen. Ein tolles Panorama, dass war es aber auch schon. Die Strecke war hochfrequentiert und ein kleiner Seitenstreifen war unsere einzige Rettung. Andorra besteht eigentlich nur aus Gebirge und da bleibt wenig Platz für großzügige Infrastruktur. Es ist hektisch, laut, voll und mega nervig zum Radfahren. Hätten wir das geahnt, wir hätten einen sehr weiten Bogen um Andorra gezogen. Wir wollen nur wieder weg. Sorry du schönes Land, du bist nichts für uns als Radfahrer! Dennoch machen wir einen Pausentag in Encamp, denn wir haben noch immens Höhenmeter zu bewältigen, um zur französischen Grenze zu gelangen. In Frankreich eingereist erwartet uns nochmals ein giftiger Anstieg bevor es dann endlich vorbei ist mit Hügel, Bergen und Gebirge.



🍺Buy us a Beer! 🍺
Herzlichen Dank lieber Jan R.
Viktor
Als Halb-Katalane freut es mich sehr, dass Euch Catalunya so gut gefallen hat. Als halb-deutscher Korinthenkacker muss ich natürlich auf die korrekte Schreibweise (castellano: Cataluña, catalan: Catalunya) hinweisen 😉.
Und die in der Überschrift fehlende katalanische Fahne (Senyera) 😉 habt Ihr vermutlich auch überall gesehen, mal mit und mal ohne das blaue Zusatzsdreieck mit Stern („Estelada“, die Separatisten-Version). Vier horizontale rote Streifen auf goldenem/gelben Grund, der Legende nach mit dem Blut des Grafen „Wilfried der Haarige“ (Guifré el Pilós) nach einer Schlacht gegen die Normannen am Sterbebett mit vier Fingern und dem Blut des Sterbenden vom König „Karl der Kahle“ selbst zu Ehren des tapferen Kämpfers auf ein goldenes Schild gemalt.
Viktor
Sorry Sarazenen … nicht Normannen … Gruß vom Korinthenkacker 😉
Glorypedalling
Hallo Viktor! Wir lieben Korinthenkacker 🤗. Danke für den Hinweis, wir haben es natürlich sofort geändert.
Bezüglich der Fahne geben wir dies an Samsung Smartphone weiter, da es die Auswahl in den Emojis leider nicht gibt. Dies fanden wir auch schon sehr oft Schade.
Fröhliche Grüße aus Frankreich, Sabine und Uwe 😎
Martin & Stefani
Hallo Sabine & Uwe,
toll Euch mal wieder zu folgen. Marokko, Spanien und Pyrenäen kennen wir nur zu gut, leider noch nicht mit dem Fahrrad.
Wie immer super spannend, was ihr alles erlebt.
Wir sind auch weiterhin supergerne mit dem Radl unterwegs, diesesmal für 3 Wochen in Taiwan. Wir verstehen Eure Begeisterung völlig, auch wenn wir Größenordnung kleiner (Zeit, Entfernung, …) unterwegs sind.
Alles Gute und weiterhin viel Spaß,
Martin & Stefani ( wir haben uns in Korea beim Radreisen getroffen)
Glorypedalling
Hi nach Taiwan!
Auch ein cooles Land um zu radeln. Ich war dort mal eine Zeit in Koahsiung. Schön von euch zu hören und natürlich können wir uns an euch und unsere gemeinsame Pause erinnern 👍
Wir wünschen euch weiterhin viel Spaß und eine tolle Tour. Wir sind mittlerweile in Frankreich und haben wohl die Berge nun hinter uns. 😎🤗
Anja
Jetzt ist es wohl schon soweit, dass die steilen Anstiege bevorstehen. Aber Ihr seid ja vorbereitet 🌝 An den ganz speziellen Stellen könnt Ihr Euch ja vielleicht die wunderschönen Bilder der blühenden Mohnblumen in Erinnerung rufen – vielleicht hilft’s 🙃😘
Glorypedalling
Hallo Anja! Ich glaube an etwas anderes als treten, treten, treten zu denken, dazu wird der Sauerstoff im Gehirn evtl nicht ausreichen 😂. Aber wir haben eben einen Weg gefunden zumindest den zweiten Berg, kürzer aber noch fieser, umfahren zu können. Juhuuuu.
Nur leider, wird das Wetter auch in Frankreich nicht besser. Es ja aber auch kein Wunschkonzert oder Kindergurtstag ✌️
Karin,a
Hallöchen ihr lieben Vagabunden auf 4 Räder,
Ich bin begeistert von euren Erzählungen und die schönen Fotos.
Ich war vor vielen Jahren kurz in Andorra, ich hatte es natürlich leichter als ihr. Von Sanguinet/ Biscarrose durch Pyrenäen fand ich die Fahrt mit dem Auto sehr beeindruckend. Unten waren gut 30 Grad Wärme und angekommen in Andorra Schnee Schnee und das im Sommer. Es war feucht und sehr kalt.
Ich schaffe es leider nicht mehr die km die ihr noch für uns kurbelt, zu radeln.
Nach über 6 Monaten Pause, habe ich vor ein paar Tagen nur 63 km geschafft und gestern leider nur 25 km. Mein Rücken und Backen taten weh. Ich war gestern in der Marsch an der Nordsee. Am Deutsch Dänischen Deich und so viele tausende Nonnengänse habe ich gesehen, ich war von ihren Flugkünsten fasziniert. Ich habe noch nie so viele gesehen. War ein schöner Tag aber die DB ist eine Katastrophe hier. Man kann nichts planen..
Ich genieße dafür eure Erzählungen und bin in Gedanken mit euch radeln.
Frankreich hat tolle Schlösser und Burgen.
Viel viel Spaß wünsche ich euch weiterhin und immer bitte auf eutem Weg bleiben…
Liebe Grüße aus Hamburg
Herzlichst Karin 🍺 🍻 🚴 🚴♀️
Glorypedalling
Hallo! Es war wirklich eine wunderbare Landschaft und obwohl es am Gipfel nur noch 5°C hatte, eine toller „Klettertag“. Die Abfahrt, bei doppelt so viel verlorenen Höhenmetern, grandios. Obwohl uns Andorra am ersten Tag nicht so zugesagt hatte, war der zweite Radtag wesentlich entspannter und ruhiger zu fahren.
Wir finden, dass 63 km schon eine Menge an Kilometern sind. Wenn man nicht täglich fährt, ist das schon mal eine gute Leistung. Glückwunsch!
Herzliche Grüße nach HH, 🤗
Erwin und Corine
Hallo ihr zwei
Eine schnecke im Gepäck… danke für den Hinweis! Wir werden uns achten.
Spanien ist auch ein favorites land von uns.
Geniesst die weiterreise durch Frankreich.
Glorypedalling
😂 Wir freuen uns, wenn unsere Tipps hilfreich sind 😂😂