
Ob Radfahren oder Wandern, wir können die Ecke in der wir uns im Moment befinden, absolut empfehlen. Die Umgebung ist geprägt von steilen Hängen, Pinienwäldern und Schluchten. All dies ist ein Teil des Sistema Ibérico bestehend aus verschiedenen, durch Ebenen getrennte Gebirgszüge in Aragón, Burgos und Valencia.
Zwischen Albacete, Teruel und dem Ort Andorra haben wir schon ziemlich viel Schönes gesehen. Spanien ist ja allgemein ein tolles Reiseziel, aber abseits der großen Straßen sind wir absolute Fans der Gegend in der wir uns gerade befinden, geworden. Es gibt tolle Nebenstraßen, wenig frequentiert, viele Höhenmeter, kleine Dörfer, nette Menschen, grandiose Ausblicke. Unser Reisetipp!


Am 3. Mai wurden wir so nass wie selten und es war eine Schande, dass uns dadurch einige Weit/Ausblicke verwehrt wurden. Wir sind erneut auf über 1400 Metern Höhe geradelt. Losgefahren sind wir im leichten Regen, nach ca 20 km hielt er sich für ca. 1½ Stunden zurück und traf uns dann mit voller Wucht bei der Abfahrt. Schräg von der Seite klatschte der Regen wie Nadelstiche ins Gesicht. Unsere Tagesetappe von 74 km haben wir Tropfnass in einem Hostel im Ort Andorra beendet. Vor dem Zimmer mussten wir schon mal die Regenjacke, Regenhose und Schuhe ausziehen, damit wir das Zimmer nicht fluten. Glücklicherweise hatten die Besitzer des Hostels uns gesehen und ihre Siesta unterbrochen. Es hätte durchaus sein können, dass wir 2 Stunden hätten warten müssen, bis die Rezeption aufgrund der Mittagszeit wieder geöffnet ist.





Am Tag darauf hätte es erneut in eine Katastrophe führen können. Der Himmel ist bewölkt und Regen vorausgesagt. Vorteil des Tages war, dass wir zumeist bergab fahren konnten. Nach änfänglichen Kilometer auf einer Bundesstraße biegen wir in immer kleiner werdende Straßen ab. Mittlerweile können wir anhand des Straßenverlaufs auf unserem Navigationssystem bereits erkennen, ob wir besser eine Alternativroute suchen sollten, da die Straßenoberfläche evtl. nicht durchgehend passabel bleibt. Da wir anfänglich jedoch eine Teerstrasse vorfanden, sind wir munter weiter auf einem kleinen Weg gefahren. Nach ca 13 km wird der Asphalt schlechter und wir kommen auf einen sehr grobgeschotterten Weg mit ziemlich großen Steinen. 8 km schlechte Straße steht auf einem Schild. Weiter mit Augen zu und durch oder 13 km zurück und einen ziemlich großen Umweg fahren? Umkehren ist keine Option, wir fahren oder schieben weiter. Es fängt leicht zu nieseln an, keine gute Voraussetzung im Moment. Glücklicherweise verändert sich die Wegoberfläche nach zwei Kilometern. Unglücklicherweise zu einer Sandpiste. Solange es trocken ist, ist alles ok. Sollte es nun richtig zu regnen beginnen, stecken wir in der Sch…. und an Fahren wäre nicht mehr zu denken, denn die Piste würde sich in eine Schlammpiste verwandeln (Peanutbutter-Matsch). Wir geben Gas und versuchen so schnell als möglich wieder festen Untergrund zu bekommen. Teilweise schlingern wir etwas auf Schlamm und der Matsch droht sich bereits am Reifen festzusetzen. Da wir fest in die Pedale treten, wird der Dreck vom Reifen nur so um uns geschleudert. Wir, die Taschen und das Rad sehen mal wieder aus wie aus der Schlammgrube entsprungen. Aber wir erreichen vor dem Regen eine Teerstraße und kurze Zeit später hält bei einem Stop ein Auto neben uns und fragte in welche Richtung wir fahren. Wir erwiderten, wir wollen nach Norden, gut meinte er, denn in die entgegengesetzte Richtung (also dort, wo wir her kamen) könnten wir auf keinen Fall fahren, zu schlechte Wegstrecke mit Schlamm und Matsch. Er sieht uns kurz an und meinte „ok ich sehe, ihr kommt schon von dort“! Yupp!
Unser erster Stopp ist ein Waschanlage mit Hochdruckreiniger. Wir müssen wieder sauber werden!

Es hätte noch schlimmer kommen können

🍺Buy us a Beer! 🍺
Vielen lieben Dank Ralf für die erneute Aufmerksamkeit. Das ist wirklich toll!
RaTob
Oh mein Gott, und ich habe schon geflucht, als wir auf unserer Fahrt mal 3km Matschstrecke und eine steile, aber kurze, Grobschotterstrecken hatten. Einfach bewundernswert, wie ihr trotz all diese Widrigkeiten eure gute Laune und euren Humor nicht verliert! Aber all das macht einen letztendlich nur stärker. Trotzdem wünsche ich euch für die nächsten Tage besseres Wetter (dann kann man auch die Natur und Gegend besser genießen) und vielleicht nicht ganz so viele HM. Liebe Grüße Ralf 🌞😊👋
Glorypedalling
Hallo Ralf! Aus heutiger Sicht kann ich dir sagen, wenn man mittendrin ist, ist es nicht so prickelnd, aber danach hat man doch immer was zu erzählen 🤗
Herzliche Grüße
Erwin und Corine
Hallo ihr beiden, im Regen fahren und schön fröhlich bleiben haha. Hut ab! Ich hoffe die räder und ihr sind wieder sauber und geniesst noch etwas Sonne, beim weiterradeln. Passt auf euch suf. Liebe grüße aus die jetzige regnerischen Schweiz
Glorypedalling
Was bleibt uns übrig als dennoch fröhlich zu sein? Schlechte Laune bringt uns ja auch nicht weiter 😊. Herzliche Grüße an euch aus Andorra 🇦🇩
Anja
Ach, wie schön, dass Ihr immer positiv bleibt 🌝
Für den nächsten Streckenabschnitt wünsche ich Euch viel wärmende Sonne und weiter so schöne Ausblicke 🌞🚴😘
Glorypedalling
Liebe Anja! Wie schön, dass du immer wieder kommentierst – dann fühlt es sich nicht so „ins Leere“ geschrieben an. Dankeschön 😘