cycling the world | Der Radreiseblog

🇫🇷 Zwischen Mittelmeer und Avignon auf endlosen Radwegen!

Seit Tagen sind wir zu 90% auf tollen Radwegen unterwegs. Das Radwegenetz scheint schier unendlich zu sein, gut und breit ausgebaut und immer ausreichend beschildert. Nur einmal hatten wir schlechte Radwege, was uns sofort an Deutschland erinnerte. Dazwischen sehen wir Flamingos und ich bin total fasziniert. Uwe meinte, wie damals in Norwegen mit den Rentieren,  ich könnte nicht jeden einzelnen fotografieren. 

Am Ufer ein Plegadis – Brauner Sichler oder Glanzibis.
Das Gefieder schimmert toll in der Sonne

Ca. 100 Kilometer fahren wir an der Mittelmeerküste entlang und biegen östlich von Montpellier wieder nach Norden ab, immer entlang des ‚Canal du Rhône à Sète‘ der uns direkt zur Rhône bringt. Der Kanal ist nun so, wie man sich Kanalfahrten vorstellt, eintönig und langweilig, aber mit einem grandiosen Asphaltweg und deshalb sehen wir auch hunderte Radfahrer. Sobald der Asphalt zu einem eher rauhen und unebenen Untergrund wird, sind dann auch die vielen Radfahrer weg. Im Rhône-Tal angekommen folgen wir der Rhône nun bis in den Großraum Lyon. Hier erwartet uns der Mistral der dem Rhône-Tal folgt und zu den dominantesten Winden des westlichen Mittelmeerraums zählt. Er weht in südliche Richtung auf das Mittelmehr zu und natürlich fahren wir nach Norden. Wir hoffen sehr, dass er uns nicht allzu sehr entgegen weht und die gefühlten  Tagestemperatur noch weiter herabsenkt. Angeblich soll es nun ja endlich mal wärmer und beständiger werden. Da wir zu unseren Freunden in der Nähe von Dijon nicht mehr allzuweit haben und wir jedoch erst nach Pfingsten ankommen können, trödeln wir etwas mit den Kilometer und lassen uns Zeit.

Die Straßen von Avignon

Wir kommen in die schöne Stadt Avignon und legen einen Pausentag ein. Avignon liegt in der Provence an der Rhône. Von weitem sieht man bereits die imposante, mittelalterliche Stadtmauer um den Palais des Papes (Papstpalast), welcher im Stadtzentrum liegt. Dieser gehört mit der Altstadt von Avignon zum Weltkulturerbe. Es ist eines der größten und wichtigsten mittelalterlichen gotischen Gebäude in Europa. Der Papstpalast war zwischen 1335 und 1430 die Residenz verschiedener Päpste und Gegenpäpste. So beeindruckend der Palais des Papes von außen wirkt – ob sich die Besichtigung lohnt, darüber sind wir uns noch nicht ganz sicher. Im Inneren wird man über eine Sprach-App (Kopfhörer nicht vergessen) mit Informationen versorg und die Geschichte um den Palais ist sehr interessant, aber leider sind nur sehr wenig Wandmalereien noch zu sehen, Reliquien oder Ausstattung fehlen gänzlich, diese werden im Vatikan gelagert. Die päpstliche Herrschaft endete mit der Französischen Revolution. Im Zuge der Revolution wurde der Palast beschlagnahmt, ein Teil in eine Kaserne umgewandelt und den Pionieren zugewiesen. Zwischen 1881 und 1900 befand sich im Palais das Infanterieregiment. 

Vom gegenüberliegenden Ufer der Rhône kann man auf die alte Stadtmauer und den Palais des Papes sehen.
Palais des Papes

Mit Avignon verbindet man zudem die im 12 Jahrhundert erbaute Brücke Pont Saint-Bénézet. Früher 920 Meter lang und aus 22 Bögen bestehend, wurde sie durch kriegerische Zerstörung und mehrere Hochwasser auf 4 Brückenbögen reduziert und so steht sie seid dem Jahr 1669 unvollständig, da man sie nicht erneut wieder aufbaute. 

Pont Saint-Bénézet
Imposanter Teil der alten Stadtmauer

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Lieber Ralf T.! Vielen lieben Dank und wir sind froh, dass wir dir bei der Suche und Lösung des Problems am Rad helfen konnten 😉. Was meinst du, wie lange wir nach der Ursache dieses Geräusches, das einen wahnsinnig machen kann, gesucht hatten.

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  1. Angesichts der Schlange am Eingang zum Papstpalast habe ich mir den Besuch erspart … /Tour von Karlsruhe nach Marseille …

  2. Erwin und Corine

    wieder eine Strecke weiter und wiederum schöne bilder. Geniesst es! Avignon ist ein schöner Stad zum verweilen.
    Liebe Grüße

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