
Entlang der Nahe fahren wir Richtung Bingen und erreichen schließlich das Rheintal. Auf den folgenden 70 Kilometern zwischen Bingen und Koblenz säumen rund 40 historische Burgen, Festungen und Ruinen den Weg. Die Besitzverhältnisse sind dabei sehr unterschiedlich: Viele Anlagen befinden sich in Privatbesitz oder gehören der öffentlichen Hand. Andere werden vom Deutschen Burgenverein betreut, während wiederum einige von Denkmal- oder Kulturstiftungen verwaltet werden.
Zählt man die Nebentäler und angrenzenden Abschnitte (wie das Siebengebirge) hinzu, sind es sogar über 60 Burgen & Schlösser am Mittelrhein – Romantischer Rhein. Wo soll man nur zuerst hinsehen, es reiht sich wirklich eine Burg an die Nächste.


13. Jahrhundert

Sie wurde in nur zwei Jahren, 1882-84, auf dem Drachenfels in Königswinter am Rhein fertiggestellt. Baron Stephan von Sarter, 1833-1902, ein Makler und Bankier, plante, dort zu leben, tat dies aber nie.
Der Rhein-Radweg ist natürlich gut frequentiert. Manchmal schlecht asphaltiert und sehr holprig, manchmal bei Umleitungen schlecht ausgeschildert, aber grundsätzlich einfach zu fahren. Die Radfahrer die uns entgegenkommen sind zu 80% auf e-Bikes und zu 90% treten die Fahrer nur ab und zu in die Pedale. Das bestätigt eigentlich unsere stille Vermutung, dass viele wirklich mehr als nur den Eco-Modus nutzen. Egal, wir nutzen unsere Muskelkraft und sind deshalb abends immer etwas mehr müde.

aus dem Jahr 1167.
In der Nähe von Köln treffen wir auf Dirk. Als wir 2023 in Norwegen waren, trafen wir ihn in Tromsø und haben ein paar Stunden gequasselt. Er hatte Zeit, da er auf ein Ersatzteil wartete und wir, weil wir einen Pausentag in Tromsø eingelegt hatten. Drei Jahre später sind wir nun bei ihm und seiner Frau Ute zu einer Übernachtung eingeladen. Wie immer gibt es viele Geschichten zu erzählen, vor allen Dingen, war Dirk im Oman, als der Krieg im Iran begann. Zum einen sind wir mega interessiert am Oman (eines unserer Wunschreiseziele) und natürlich zu hören, wie er aus dem Land sicher zurück kam. Geschichten, Pizza und ein Bier, da geht der Abend schnell vorbei!

Als wir weiter fahren, radeln wir im Regen und man musste schon etwas warten, bis der Kölner Dom aus den Nebel und Regenwolken trat um überhaupt von der gegenüberliegenden Rheinseite gesehen zu werden. Der Regen sollte auch den ganz Tag, auf dem Weg ins Bergische, unser Begleiter bleiben. In Solingen haben wir dann keine Lust mehr weiter im Regen zu fahren und machen nach nur 43 km Schluss für den Tag.


Am 15. August 1248 wurde von Erzbischof Konrad von Hochstaden der Grundstein zur heutigen
hochgotischen Kathedrale gelegt.
Er zählt seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe
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