
Straßenschilder dreisprachig. Und zum Glück haben wir unser Garmin-Navi!
Als wir losfuhren, fährt an einer Ampel ein Taxifahrer neben uns, der aus dem Fenster rief „I love you, good bye“ dabei streckte er den Daumen hoch und lächelte uns freudig an! Na, wenn das mal nicht eine tolle Verabschiedung aus Yushu war. Obwohl es eigentlich ganztägige Hupkonzerte auf den Straßen gibt, stellten sich die Autos hinter uns brav an und kein einziger betätigte seine Hupe!
Sanft wellig radeln wir die ersten Kilometer dahin. Es fühlt sich gut an, denn wir lassen es ziemlich langsam angehen. Jede kleine Steigung lässt sich gleich am schnelleren Pulsschlag erkennen. Unser Weg führt entlang des Batang River und später fließt der Tongian Fluss neben uns her. Es wird Herbst und wir genießen die Färbung der wenigen Bäume, die wir auf dieser Höhe sehen können. Wir durchfahren immer wieder kleine Dörfer deren Häuser jedoch alle mit einer hohen Mauer versehen sind. Besser ist es wohl, da wir im Schwarzbärengebiet unterwegs sind. Große Schilder machen uns darauf aufmerksam, dass wir vorsichtig sein müssen. Wir hoffen mal, dass sie sich eher die Yaks oder Kühe holen, die überall frei umherlaufen. Zumindest wäre an denen ja mehr dran als an uns….so hoffen wir.




Als wir nach 50 Kilometer unseren Zielort Xiewuzhen erreichen, sind wir mal wieder die Attraktion. Das ist allerdings sehr gut, denn sofort fragen wir uns nach einem Hotel durch. Nach anfänglichen Missverständnissen, zeigt man uns ein Hotel.

Wir checken dort ein und befinden das Zimmer für gut. Uwe fragt, ob sie die Pässe sehen wollen und ich schimpfe kurz mit ihm, da ich der Meinung bin, „keep it simpel“. Aber tatsächlich sind wir wenige Stunden später froh, daß Uwe so pflichtbewußt gewesen ist. Wir kommen gerade vom Spaziergang zurück, da stehen 5 Polizisten im Hotel. Eine junge Polizistin spricht etwas englisch und sie fragt nach unseren Pässen, wie lange wir bleiben wollen und wohin wir am nächsten Tag fahren werden. Wir erklären, wer wir sind und was wir machen. Alle sind sehr freundlich und sehr hilfsbereit. Sie erklärt uns, dass wir auf unserem weiteren Weg auf eine Höhe von 4600m Höhe kommen und ob wir Sauerstoff dabei hätten. Wir verneinten und fragten, wo wir welchen kaufen könnten. Ihr Kollege packt uns in seinen Polizeiwagen und fährt uns ins Krankenhaus. Dort erstehen wir zwei Dosen mit Sauerstoff für 30Yuan /4€. Zurück im Zimmer klopft es kurze Zeit später und Dai, die junge Polizistin, steht nochmals vor uns. Sie gibt uns noch ihre Telefonnummer falls wir etwas benötigen können wir sie jederzeit anrufen. Wir sind begeistert von der Freundlichkeit der Beamten uns gegenüber.

🍺Buy us a Beer! 🍺
Ein freudiges Dankeschön an Britta und Karsten. Grandios ihr Lieben!
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