
Unsere Pause in Shangri-La (Daocheng/Sichuan) hat uns sehr gut getan und um den Tag gut zu nutzen, sind wir in den Nationalpark Yading gefahren. Nein nicht mit den Rädern, der Park ist nur mit Bussen des Naturschutzgebiets zu erreichen. Wir fuhren von 2800 auf über 4100m Höhe. Das will man an seinem Pausentag ganz gewiss nicht selbst erarbeiten.
Wir dürfen umsonst den Park betreten, ob dies ein Langnasenbonus ist, oder alles staatlich finanziert wird, konnten wir nicht erfahren. Was solls, so oder so hat es uns gefreut. Vom Eingang des Parks fährt man noch 35 km mit dem Bus über steile Serpentinen in die Nähe des Tsongu Klosters und des Gebirgsees Zhuoma Lacuo. Von dort gibt es verschiedene Routen zu wandern. Wir nehmen die kürzeste Tour von ca. 3-4 Kilometer. Natürlich sind wir nicht die einzigen dort oben, aber im Gegensatz zu vielen anderen Besuchern, sind wir schon gut Akklimatisiert. Viele tragen einen riesigen Beutel mit sich, der mit Sauerstoff gefüllt ist. Was würde uns dieses Ding nerven 🙈

Die schneebedeckten Berge, mit einer Höhe von über 6000 Metern liefern ein gigantisches Panorama und wir sind total geflashed vor so viel Schönheit, Wucht und Erhabenheit, die fast unwirklich anmutet. Am Ende des Weges dann noch ein grün schimmernder See, das ist ja schon fast kitschig schön. Um ein Foto zu erhaschen, muss man sich einreihen. Lautes Geschrei, wer wann wie am besten steht und zu welcher Pose das Panorama am besten passt. Wer zu lange für sein Foto benötigt, wird einfach abgedrängt. Geht man nur drei Meter weiter hat man selbigen Blick und alles ist prima und entspannt.


Xiannairi (5998 müNN)



Einen Tag später nehmen wir uns mal wieder ein Taxi, um weiter zu kommen. Ungeahnt, aber abermals die beste Entscheidung. Der Grund für den Transport war ein Höhenunterschied von über 3500 Metern an zwei Anstiegen den wir überwinden mussten. Wir waren uns einig, dass schaffen wir nicht bei Steigungen von über 10%. Was wir jedoch nicht wussten war, das die Straße eine 15 Kilometer lange Baustelle hatte. Ach was waren wir froh, im Auto zu sitzen und dass uns diese schlechten und staubigen Straßenverhältnisse erspart geblieben sind. Auf der Passhöhe ließ uns der Fahrer aussteigen und wir radeln ins 80 Kilometer entfernte Shangri-La in Yunnan. Wir haben damit eine neue Provinz erreicht.


སེམས་ཀྱི་ཉི་ཟླ། • 香格里拉 • Shangri-La in Yunnan
Shangri-La ist die Hauptstadt und größte Stadt des Autonomen Bezirks Diqing der Tibeter. Sie ist auch die geografische, als auch kulturelle, südliche Grenze zu Osttibet. Wir verlassen damit das tibetische Hochplateau mit grasenden Yaks und der typischen tibetischen Architektur. Südlich von hier gelangen wir in subtropischere Vegetation und wir werden dann wohl auch endlich mal Reisterrassen sehen.

Sie gilt als eine der größten (oder die größte) vergoldete Gebetsmühle aus reinem Kupfer der Welt. Sie ist rund 21 bis 22 Meter hoch und wiegt über 60 Tonnen. Sie steht im Guishan-Park in Shangri-La/Yunnan

Yunnan, die Provinz in der wir uns nun befinden, ist die Heimat von 25 offiziell anerkannten ethnischen Minderheiten. Sobald wir nun von Shangri-La nach Süden weiter radeln, durchqueren wir die Siedlungsgebiete völlig anderer Völker, die sich in Sprache, Kleidung, Religion und Lebensweise stark von den Tibetern unterscheiden.


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Herzlichen Dank an Hartmut und Kerstin! 👌 Vielen lieben Dank auch an Claudia H. 😘
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