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🇨🇳 Yading NP (Sichuan) • Shangri-La (Yunnan)

Unsere Pause in Shangri-La (Daocheng/Sichuan) hat uns sehr gut getan und um den Tag gut zu nutzen, sind wir in den Nationalpark Yading gefahren. Nein nicht mit den Rädern, der Park ist nur mit Bussen des Naturschutzgebiets zu erreichen. Wir fuhren von 2800 auf über 4100m Höhe. Das will man an seinem Pausentag ganz gewiss nicht selbst erarbeiten.

Wir dürfen umsonst den Park betreten, ob dies ein Langnasenbonus ist, oder alles staatlich finanziert wird, konnten wir nicht erfahren. Was solls, so oder so hat es uns gefreut. Vom Eingang des Parks fährt man noch 35 km mit dem Bus über steile Serpentinen in die Nähe des Tsongu Klosters und des Gebirgsees Zhuoma Lacuo. Von dort gibt es verschiedene Routen zu wandern. Wir nehmen die kürzeste Tour von ca. 3-4 Kilometer. Natürlich sind wir nicht die einzigen dort oben, aber im Gegensatz zu vielen anderen Besuchern, sind wir schon gut Akklimatisiert. Viele tragen einen riesigen Beutel mit sich, der mit Sauerstoff  gefüllt ist. Was würde uns dieses Ding nerven 🙈

Sauerstoffkissen mit 42 Liter komprimierten Sauerstoff. Am oberen Ende befindet sich ein Ventil, an das ein langer Silikonschlauch mit einer Nasenbrille oder Atemmaske angeschlossen wird

Die schneebedeckten Berge, mit einer Höhe von über 6000 Metern liefern ein gigantisches Panorama und wir sind total geflashed vor so viel Schönheit, Wucht und Erhabenheit, die fast unwirklich anmutet. Am Ende des Weges dann noch ein grün schimmernder See, das ist ja schon fast kitschig schön. Um ein Foto zu erhaschen, muss man sich einreihen. Lautes Geschrei, wer wann wie am besten steht und zu welcher Pose das Panorama am besten passt. Wer zu lange für sein Foto benötigt, wird einfach abgedrängt. Geht man nur drei Meter weiter hat man selbigen Blick und alles ist prima und entspannt.

Zhuoma Lacuo Lake
Die Berge Yangmaiyong (6033müNN) und
Xiannairi (5998 müNN)
Tsongu Kloster
Eingang zum Gebetshaus

Einen Tag später nehmen wir uns mal wieder ein Taxi, um weiter zu kommen. Ungeahnt, aber abermals die beste Entscheidung. Der Grund für den Transport war ein Höhenunterschied von über 3500 Metern an zwei Anstiegen den wir überwinden mussten. Wir waren uns einig, dass schaffen wir nicht bei Steigungen von über 10%. Was wir jedoch nicht wussten war, das die Straße eine 15 Kilometer lange Baustelle hatte. Ach was waren wir froh, im Auto zu sitzen und dass uns diese schlechten und  staubigen Straßenverhältnisse erspart geblieben sind. Auf der Passhöhe ließ uns der Fahrer aussteigen und wir radeln ins 80 Kilometer entfernte Shangri-La in Yunnan. Wir haben damit eine neue Provinz erreicht.

Zum letzten Mal auf 4500m Höhe?
1600 Höhenmeter abwärts

སེམས་ཀྱི་ཉི་ཟླ། • 香格里拉 • Shangri-La in Yunnan

Shangri-La ist die Hauptstadt und größte Stadt des Autonomen Bezirks Diqing der Tibeter. Sie ist auch die geografische, als auch kulturelle, südliche Grenze zu Osttibet. Wir verlassen damit das tibetische Hochplateau mit grasenden Yaks und der typischen tibetischen Architektur. Südlich von hier gelangen wir in subtropischere Vegetation und wir werden dann wohl auch endlich mal Reisterrassen sehen.

„jí xiáng rú yì chuáng“
Sie gilt als eine der größten (oder die größte) vergoldete Gebetsmühle aus reinem Kupfer der Welt. Sie ist rund 21 bis 22 Meter hoch und wiegt über 60 Tonnen. Sie steht im Guishan-Park in Shangri-La/Yunnan
In Shangri-La gibt es unzählige Läden in denen man sich traditionell einkleiden und schminken lassen kann. Zumeist junge Chinesen lassen sich dann professionell Fotografieren und tragen die Leihgewänder den ganzen Tag, währenddessen sie die Stadt besichtigen.

Yunnan, die Provinz in der wir uns nun befinden, ist die Heimat von 25 offiziell anerkannten ethnischen Minderheiten. Sobald wir nun von Shangri-La nach Süden weiter radeln, durchqueren wir die Siedlungsgebiete völlig anderer Völker, die sich in Sprache, Kleidung, Religion und Lebensweise stark von den Tibetern unterscheiden.

🍺Buy us a Beer! 🍺

Herzlichen Dank an Hartmut und Kerstin! 👌 Vielen lieben Dank auch an Claudia H. 😘

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  1. Karin,a

    Ihr verrückten lieben Vagabunden,

    Shangri-La ist ein fiktiver Ort in Tibet, in dem Menschen in Frieden und Harmonie leben. 
    Costa Cordalis besang Shangri La 1978 und hat eine Insel gemeint. Ich musste mir erst einmal das Lied wieder anhören. Es stimmt nicht im geringsten mit Tibet überein, er hat wohl nur geträumt von einer tollen Insel.

    Eure Fotos sind gigantisch und erinnern mich an Norwegen.

    Ich war heute wieder auf 🚴tour und mit der Bahn ein zusätzliches Abenteuer.
    Von Büchen-Lauenburg und Lüneburg.

    Ich bin jetzt Reif für die Nachtruhe und wünsche euch nur gigantische Erlebnisse und immer dabei gesund bleiben.

    Eure Beine zappeln oder kurbeln bestimmt wenn ihr Nachts schlaft und träumt.

    Liebe Grüße aus der weltschönsten Stadt Hamburg

    Herzlichst Karin🚴‍♀️🍺🚴‍♀️🍻🚴👍🏆

    • Hallo Karin! Du hast Recht, ich hatte darüber bereits gelesen:

      • Ursprung: Der Name geht auf das fiktive, verborgene tibetische Paradies aus dem 1933 erschienenen Roman Lost Horizon (Der verlorene Horizont) von James Hilton zurück.
      • Umbenennung: Im Dezember 2001 wurde die zuvor als Zhongdian (oder Gyalthang) bekannte Stadt offiziell in Shangri-La umbenannt, um den Tourismus durch die literarische Assoziation zu stärken.

      Es gibt hier sogar einen Platz der daran erinnert

      Hat anscheinend geholfen, wir haben hier die (fast) ersten Touristen gesehen.

  2. Hallo ihr zwei Bergziegen 😉Ich bin hin- und hergerissen ob ich euch beneiden oder doch bedauern soll. Allein die Kälte wäre für mich als Warmduscher nicht wirklich ideal. Aber die Bilder von euren Fahrten sind schon genial und wecken den Wunsch auf mehr. Wobei den dem Thema Fotos hab ich eine Frage. Etwas weiter oben müsste gemäß der Bildbeschreibung ein Foto vom Tsongu Kloster sein, ist aber keines da. Hat da irgendeine Zensur zugeschlagen? 🤔 Auf alle Fälle wünsche ich euch weiterhin eine gute, unfallfreie und von anderen bösen Überraschungen verschonte Fahrt 🍀Auf eine Bierspende verzichte ich diesmal. Versucht das statt dessen mal einen Grog, oder Tee mit Rum oder einen Jagertee (wenn’s sowas da gibt 😉). Liebe Grüße aus der Heide 😊👋
    P.S. Lieber Uwe, ich habe mir überlegt doch lieber keine Runde mit dir zu fahren, wenn ihr mal wieder im Lande seid. Nach eurem Höhentraining würde ich 0,0 Chancen haben 🙄😂

    • Hallo Ralf! Wir können dir sagen, bei so vielen Eindrücken ist die Kälte fast schon Nebensache. Dennoch freuen wir uns nun auf tiefere Ebenen zu kommen und hoffen auch darauf, dass es wärmer wird.
      Bezüglich der Bilder haben wir keine Zensur, es ist eher das schlechte WLAN, was uns beeinträchtigt. Ich habe die Bilder nochmals hochgeladen und hoffe, du kannst sie nun auch genießen.

      Herzlichen Dank für Grog und Jagertee…Du sorgst toll dafür, dass wir nicht erfrieren 🤗

      Ps: mach dir keine Sorgen um Uwes Leistungsniveau, dass verpufft ziemlich schnell wieder 😉

      • Hallo Sabine,
        ja die Fotos sind jetzt alle da – wie immer wirklich sehr schöne 😊. Das mit dem „verpuffen“ von Uwes Leistungsniveau glaube ich dir allerdings nicht 😉. Aber ich werde wohl trotzdem mal eine Runde mit ihm(oder mit euch) fahren 😊.
        Fröhliche Grüße aus der Heide 👋

  3. Liebe Weltenbummler!
    Abermals toll und beeindruckend, was ihr erleben dürft, aber wofür stehen die zahlreichen Hakenkreuze auf dem unteren Rand der riesigen Gebetsmühle? Hat die AfD dort auch schon erste Wahl-Erfolge oder eine Außenstelle errichtet? = Befremdlich !! Weiterhin gute Reise und liebe Grüße “ aus der alten Heimat “
    Thomas & Familie

    • Lieber Thomas! In Asien ist das Hakenkreuz kein Symbol des Nationalsozialismus, sondern eine Swastika – ein über 5.000 Jahre altes religiöses und kulturelles Glücks-, Frieden- und Heilszeichen. Es kann sowohl links wie auch rechts ausgerichtet sein. Reisen bildet. 🙂

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