Zwischen Atlantik und Girone

Kurzentschlossen sind wir nicht die Küste entlang gefahren, sondern haben uns für eine Tour durch das Médoc- Weinanbaugebiet entschlossen. Geschwungene Wege durch die Weinanbaugebiete, traumhaftschöne Chateaus, die uns zu Wein und Käse einladen. Und immer wieder der Blick auf die Girone. So träumten wir!


Zu Beginn fahren wir kilometerlange gerade Straßen an Pinienhainen entlang. Pinie an Pinie an Pinie. Um uns die Langeweile der Landschaft zu vertreiben, haben wir unterschiedliche Methoden. Uwe denkt nach!  Dieses Nachdenken entleert sich Abends meist zu spannenden Fragestellungen oder Geschichten. Ich höre Musik, denn die Landschaft regt meine Gedankenwelt kein bisschen an. Auf Dauer ist es leider nur ein Abradeln von Kilometern. Da wird radeln anstrengend auch wen wir nur 150 hm hatten, jedoch ziemlich Gegenwind. Da dies aber seit 6 Wochen, der erste unspektakuläre Tag ist, können wir es sehr gut verkraften. 😉

Die Weinanbaugebiete erscheinen dann doch unverhofft am Wegesrand, aber es gibt weder verträumte Chateaus noch abwechslungsreiche Einblicke auf die Girone, die ist nämlich die ganze Zeit ca. 200m rechtsseitig und ohne direkten Zuweg. Wir haben wohl nicht die richtige Gegend dafür gewählt.

Als wir endlich wieder an die Küste kommen, finden wir sogleich unseren tollen Radweg (der uns seit Grenzübergang begleitet) und werden sofort mit Blick auf den Atlantik besänftigt. Die Fähre von La Verdon-sur-mer nach Royan verpassen wir jedoch um 17.00 Uhr um eine Minute, denn sie legt gerade ab, als wir ankommen. Wir können ihr nur noch hinterher winken. Somit haben wir genügend Zeit, um das Abendessen vorzubereiten. Heute gibt es Soup de Poissons. Eine leckere Fischsuppe, die es hier überall zu kaufen gibt. Man verfeinere sie mit Croutons und Aioli, und streue etwas Käse darüber. Dazu einen passenden Wein und fertig ist das spontane Abendessen direkt am Hafen. Bon appétit! Sehr lecker 😋


Die Überfahrt nach Royan mit einem großem Schiff erfolgt dann gesättigt und 1,5 Std. später. Wir haben ja Zeit!

Augen auf bei der Auswahl des Campingplatzes ⛺️!

• Wo sind die Waschräume? Stell dich möglichst in die Nähe, aber nicht zu nah damit dich weder die Beleuchtung noch die Geräuschkulisse stört! 🛁

• Mit einer Lampe in der Nähe ist es nachts taghell im Zelt, sie ist nämlich die ganze Nacht an!

• Werfe einen Blick auf die Nachbarn, je älter desto ruhiger! Allerdings sind die Plätze im Moment noch sehr ruhig und die Nachbarn noch in weiter Ferne. 👯

• Tümpel und Teiche sehen ja nett aus, aber Obacht  es gibt Frösche 🐸 und entgegen Uwes Anmerkung „ab 01.00 Uhr ist Ruhe“ halten sich französische Frösche nicht an seine Zeitvorgaben.

•Sonneneinstrahlung des Morgens auf den ausgewählten Campingplatz, lässt das Zelt schneller trocknen. Dies muss bereits am Abend berücksichtigt werden! 🌞

• Maulbeerbäume sind Schattenspender und die reifen Früchte lecker. Reife Früchte am Boden, bedeuten aber klebrige Schuhe, Taschen, Hände, Räder und Zelt!

• Zelt im Ameisenhaufen heißt nochmals abbauen und umziehen. 🐜 🐜 🐜

• Kaufe immer rechtzeitig ein kühles Bier 🍻 ein.

• Rotwein im drei Liter-Beutel ist einfacher zu transportieren als Flaschen und hält evtl. länger 🍷

Unser Campingplatz befindet sich in Rochefort.

Servus!

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