Wir sind kleiner als ein Stecknadelkopf in dieser unendlichen Weite! Auf dem Weg nach Salicas. 

Es rollt und das ist gut! Der Wind meint es relativ gut mit uns und wir freuen uns ob des Tages. Gestern haben wir Jan in Belen getroffen, ein Südafrikaner, seit ca. 150.000 km und 6.5 Jahren unterwegs. Jeden Tag Radeln und Camping. Er ist in Südafrika gestartet, durch Afrika, nach Europa zum Nordkap, dann nach Alaska gereist, um nun den südlichsten Punkt in Ushuaia bis Ende Februar zu erreichen. Was danach kommt, haben wir schon nicht mehr gefragt, so beeindruckt waren wir! Er hat immer noch Spaß am Radfahren und freut sich jeden Tag auf die Strecke. Eigentlich hatten wir gedacht, wir sehen ihn unterwegs, oder etwa mal die vor/hinter uns fahrenden Holländer, aber nein, wir waren wieder alleine on the Road. Gesehen hätten wir sie sicherlich, denn die Strecke zeigte uns in 93 km nur vier Kurven an. Da sieht man weit vor oder hinter sich. Das Wetter war heute auch viel geeigneter zum Radfahren. In Belen hatten wir gestern „Sandnebel“, man bekam kaum Luft. Der Wind wirbelte in der Wüste den sehr feinen Sand auf und sog ihn in die Luft. Der Himmel war mit Sandwolken bedeckt und überall sah es aus als würde Rauch durch die Stadt ziehen. Heute war der Spuk vorbei und wir konnten sportlich voran kommen.

Seit langer Zeit, finden wir heute nur zu unserer rechten Seite hohe Berge. Der Blick nach links lässt bereits eine flache Ebene erkennen. Da wir bis unter 1000 hm rollen, eröffnet sich uns ein Blick in die Tiefe und Weite des Departemento La Rioja. Ich fühle mich so, als wären wir kleiner als ein Stecknadelkopf in dieser Unendlichkeit. Es macht mich ehrfürchtig und still und wüsste ich nicht, das irgendwo in diesem Kosmos ein kleines Dorf liegt, würde es mich dennoch faszinieren und gleichzeitig beängstigen. Eine beeindruckende Gefühlswelt, die dort auf mich traf. (Sabine)

Ein Pausenplatz!

Stumme Zeugen am Wegesrand!


Bis bald!

5 Gedanken zu “Wir sind kleiner als ein Stecknadelkopf in dieser unendlichen Weite! Auf dem Weg nach Salicas. 

  1. Kay Attenberger

    Ein bischen Wärme wäre auch hier schön 😉. Dörrfleisch eher nicht.🐂.

    Wasser haben wir genug, auch von oben 😢.
    Also: immer schön eincremen und weiter so, dann schafft Ihr auch die 100.000km 🚵🏽🚵🏽‍♀️
    Lg

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  2. Anja

    Gestern war ich schon vom lesen Eurer Sturmfahrt völlig kaputt. Heute finde ich es trotz Einsamkeit ja sehr viel entspannter. Gut zu wissen, daß Ihr immer an ausreichend Wasser denkt.
    Rioja hört sich gut an – ein leckerer Wein;-)
    Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende

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  3. Dorrit

    Wahnsinn, was für unendliche Weiten ihr durchradelt ! Wieviel Wasser habt ihr eigentlich immer dabei, wenn ihr in solch kargen Gegenden radelt ? So ein ausgedörrtes Rind am Wegesrand gibt einem ja schon zu denken ….

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    1. Ja, dann sind wir wirklich alleine. Bisher gab es immer noch Rinder und Ziegen, aber…
      Wasser, ist ganz unterschiedlich, wenn wir wissen, wir haben abends eine Übernachtungsmöglichkeit, dann zu den großen Trinkflaschen noch extra jeder 1.5 Liter. Es gab aber auch Zeiten, wo wir jeder 6-10 Liter schleppten. Das ist dann vielllll Gewicht 😰😊

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  4. Marcus

    …etwas von Eurem sonnigen Wetter hier im tristen Norddeutschland wäre jetzt auch nicht schlecht!! Weiterhin viel Spaß Euch und liebe Grüße aus HD

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