Gaucho Gil, Difunta Correa und andere Verehrungen 

Seit wir in Bolivien gestartet sind, sehen wir am Straßenrand kleine und große Gedenkstätten mit allerlei Blumen und Schmuck. Zumeist mit roten Fahnen wird am Fahrbahnrand alle Kilometer an jemanden erinnert. Entweder ist es ein Volksheiliger, wie Gaucho Gil, oder jemand der wohl an diesem Platz verunglückt ist. Zumeist sieht man, eine Art kleiner Puppenhäuser aus Stein gebaut, die Bilder, Schmuck, Getränke oder ein persönliches Andenken beinhalten. Manchmal sind es auch größere Bauten:


Gaucho Gil, wird jedoch am meisten verehrt. Ist er Schutzpatron für alle Auto-, Bus- und Lastwagenfahrern (wir hoffen auch für uns), machen uns dessen Zugaben an den Gedenkstätten allerdings stutzig. Bei ihm stehen immer leere Bier und Weinflaschen!!! Wir glauben an das Gute! 


Gauchito Gil (* um 1840 als Antonio Mamerto Gil Núñez in Mercedes in der Provinz Corrientes; † 8. Januar 1878) ist ein in Argentinien sehr populärer Volksheiliger, der zwar von der katholischen Kirche nie anerkannt wurde, aber Bestandteil der Volksfrömmigkeit vieler Argentinier ist. Heute wird Gauchito Gil nicht nur in seiner Heimatprovinz Corrientes verehrt, sondern eigentlich überall in Argentinien, vor allem aber in den Nachbarprovinzen im Osten und Nordosten des Landes, in Formosa, Chaco, Santa Fe und der Provinz Buenos Aires. Kleine Schreine mit roten Fahnen befinden sich an sehr vielen Orten in Argentinien am Rand von Landstraßen. Da Gauchito Gil als eine Art Patron von Auto-, Bus- und Lastwagenfahrern gilt, ist es üblich, zu hupen, wenn man an einem Schrein vorbeifährt, um Gauchito Gil damit zu grüßen. Im Gegenzug hofft man auf eine unbeschwerliche und unfallfreie Reise. (Wikipedia)

Wir werden weiterhin kräftig klingeln, egal wie viele leere Flaschen Bier und Wein dort lagern. Wir trinken abends ja auch mal gerne eine „Kaltschale“ 😂

Bereits auf unserer letzten Reise in Argentinien kamen wir an den Schreinen für Difunta Correa vorbei. Man erkennt diese an den ca. 10 bis 100 gefüllten Wasserflaschen, welche davor lagern. Das Wasser wird dort abgestellt, damit sie niemals wieder Durst verspüren müsse. 

Difunta Correa (die verstorbene Correa, eigentlich María Antonia Deolinda y Correa) (* 18. Jahrhundert oder 19. Jahrhundert; † 1841) war eine Frau, die 1841 auf der Suche nach ihrem Mann angeblich in der Wüste Argentiniens verdurstet ist. Ihr Kind jedoch war dank der Muttermilch nicht gestorben, es lag saugend an der Brust der toten Mutter. Die Verehrung der Difunta Correa beruht auf dem Volksglauben und ist ohne kirchliche Anerkennung, was die Argentinier nicht davon abhält, zu Tausenden, an bestimmten Tagen sogar zu Hunderttausenden (z.B. zu Ostern) nach Vallecito zu pilgern und dort Wasserflaschen für die Verdurstete zurückzulassen. María verkörpert in der Legende das ideale Frauenbild: das einer treuen Frau, die ihrem geliebten Manne folgt, und das der sich aufopfernden Mutter. (Wikipedia)

Wir modernen Frauen sind eben anders😂😂😂 aber auch so toll!!!

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