Mendoza hält uns fest!

Eine Pause wollten wir gerne machen, nachdem wir die langen Touren hinter uns hatten, war eine große Stadt genau das Richtige. Nun hält sie uns länger als gedacht fest. Ein Feiertag am heutigen Montag, 20. November, hatten wir nicht eingeplant und er erwischt uns auch richtig „kalt“. Keine Geschäfte oder Supermärkte sind geöffnet und da wir auf unserer Fahrt Richtung Chile erstmal keinerlei Verpflegungsmöglichkeiten haben werden, ist der Start der Tour auf Mittwoch verschoben. Somit haben wir Zeit durch die sehr grüne Stadt zu Bummeln, alle Straßen sind mit hohen Platanen bestanden, was sehr ungewöhnlich ist, da Mendoza nur 10 Regentagen im Jahr hat. Alles muss künstlich bewässert werden, auch die großen Weinanbaugebiete in der Region Mendoza könnten ohne die Wasserkanäle aus den Bergen nicht existieren.

Auffällig ist, dass die Häuser, ob im Dorf oder in der Stadt, alle mit Gitterzäunen oder Gittern vor den Fenstern geschützt sind. Kriminalitätsrate? Keine Ahnung, wir fühlten uns bisher immer sicher.

Mitten in der Stadt finden wir den großen Parque General San Martin, welchen wir durchqueren um auf einen 1000 Meter hohen Hügel, Cerro de la Gloria, zu steigen. Oben angekommen steht auf einem Monument San Martin mit seiner Andenarmee, als Befreier Argentiniens, Chile und Perus von den Spaniern wird er in allen drei Ländern sehr verehrt.

In der Touristen Information erkundigen wir uns nach unserem Weg nach Chile. Für die ersten 120 km gibt es zwei Optionen. Die RN7, welche die Hauptstraße auch für den Schwerverkehr zur Grenze und somit stark befahren ist, oder die Routa 52. Die zweite Option ist zumeist Schotterpiste jedoch ruhiger und landschaftlich schöner. Hierbei müssten wir aber das Viertel Las Helas durchqueren und das scheint wohl das Armenviertel von Mendoza zu sein. Hiervon hatten uns bereits zwei Personen abgeraten. Somit steht die Entscheidung für die RN7 fest. Wahrscheinlich wäre auch die Fahrt über Las Helas ok, wir wären auch nicht die ersten Radfahrer auf dieser Strecke, aber herausfordern wollen wir es dann doch nicht. Bevor es los geht können wir nun endlich unsere Besorgungen machen. Lavandería, Peluquería (wir zahlen zusammen 15€!!!), Mercado y Cambio.

Damit ist der Vormittag ausgefüllt, danach machen wieder alle Siesta und wir auch.

Das fantastische an Argentinien sind jedoch die Parillas. Von weitem riecht man bereits die Holzkohle und man kann nicht anders, als dem Grillgeruch zu folgen.

Da steht, mitten auf dem Bürgersteig, dieser Wahnsinns-Mega-Steakgrill und lässt uns das Wasser im Munde zerlaufen. Ist das nicht super toll? Was für eine Ess-Kultur👍 Undenkbar für unsere deutsche Lebensmittelbehörde!!!

Aber auch alle anderen Parillas sind einfach klasse und das Bife de Chorizo unser Favorit.

Während wir mittags im Restaurant sitzen, kommen immer wieder irgendwelche Straßenverkaüfer herein um ihre Waren anzupreisen. Anderswo mag es Internetshopping geben, hier gibt es Lunchshopping. 😆 Die sind aber nicht lästig, weil nicht aufdringlich.

3 Gedanken zu “Mendoza hält uns fest!

  1. Gabriele Eiberg

    Wie schön an eurer Reise teilzuhaben, die euch durchs Unbekannte führt. eure Berichte und Fotos holen uns ab. Ihr schreibt so lebendig das man die Atmosphäre der jeweiligen Gegend spürt.
    Wir freuen uns auf weitere Berichte von euch. Wir wünschen euch noch viele schöne Erlebnisse. Grüßt Álvaro, wenn ihr ihn trefft.
    Wir würden uns über eine Karte o.ä. Eurer Route freuen.
    Liebe Grüße aus eurer nasskalten Heimat. Hier verpasst ihr absolut nichts!
    Kai und Gabi

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    1. Moin ihr Lieben, schön, dass euch die Berichte so gut gefallen! Mit Alvaro hatten wir bereits zwei Mal Kontakt. Es ist noch ein langer Weg bis zu Ihm, aber wir werden ihn in Puerto Montt treffen. Das liegt auch perfekt auf unserem Weg.
      Eine Karte unserer Route hatten wir schon versucht zu erstellen, das ist jedoch leider schwierig mit dem Handy, aber wir halten euch per Berichte auf dem Laufenden😊
      Liebe Grüße Sabine&Uwe

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