Uspallata – das lief gut ! Los Penitentes – sehr anstrengend!

Morgens durch Mendoza war kein Vergn├╝gen, der Verkehr war wie in den meisten Gro├čst├Ądten, f├╝r Radfahrer nicht besonders geeignet. Beeindruckend war, dass sich die Alleen bis an den Stadtrand zogen, obwohl wir noch 26 km durch die Stadt fuhren, und somit immer f├╝r Schatten gesorgt war. Mendoza hinter uns lassend, begleiteten uns zu unserer Rechten bereits die schneebedeckten Anden und zu unserer Linken die gro├čen Bodegas welche eingebettet in ihren riesigen Weinplantagen liegen. Imposant sind die Berge anzusehen und je n├Ąher wir kamen, auch ein wenig ehrf├╝rchtig starten wir zu unsere n├Ąchsten Anden├╝berquerung. Vor uns liegt der Tupungato mit einer H├Âhe von 6550 einer der h├Âchsten Vulkane der Erde.

Die Stra├če, der Wind, der Verkehr und die Steigung f├╝hlten sich passabel an und eigentlich wollten wir in Potrerillos mal wieder unser Zelt aufschlagen. Den Campingplatz erreichten wir nach 70 km aber bereits um 14.00 Uhr. Jung, fit und ausgeruht wie wir sind ­čśť, ist das keine Zeit um bereits zu pausieren. In 30 Kilometern gibt es Caba├▒as zu mieten (kleine H├Ąuschen mit K├╝che) das h├Ârte sich machbar an. Verlassen kann man sich auf diese Information nicht immer, aber bei Bedarf k├Ânnen wir ja immer noch Zelten. Die Entscheidung steht fest und es geht weiter. Leise und nebenbei meinte Uwe, wir k├Ânnen auch nach Uspallata durchfahren, was ich gleich als unm├Âglich, es sind immerhin noch 50 km, verneint hatte. Caba├▒as waren nicht zu finden und ein geeigneter Zeltplatz auch nicht. Wir fuhren entlang eines Flusses und einer stillgelegten Eisenbahnlinie, da blieb kein Platz zwischen den Bergen f├╝r uns und unser Zelt. Wir haben es tats├Ąchlich bis Uspallata geschafft. Da ich, Sabine, den Pass bereits vor ├╝ber zwanzig Jahren schon mal mit dem Leihwagen befuhr, bin ich besonders gl├╝cklich, die gesamte Strecke auch noch mit den Rad fahren zu d├╝rfen. F├╝r morgen hoffen wir die Passh├Âhe (3200hm) zu erreichen und dann am Freitag die unendliche lange Abfahrt nach Los Andes in Angriff zu nehmen.
Den Ort Uspallata haben wir nicht wirklich wahrgenommen, denn das Hotel lag etwas au├čerhalb und die Parilla, in der wir zu Abend gegessen hatten, gleich gegen├╝ber. Mehr brauchten wir nicht!

Die Route f├╝hrte uns langsam in die Berge und nachdem wir eine H├Âhe von 2300 Metern hatten, fuhren wir eher wellig weiter als aufw├Ąrts. So sammelten wir nat├╝rlich auch gefahrene H├Âhenmeter. Die Strecke, wundersch├Ân anzusehen, wir waren wieder umgeben von sehr hohen Bergen und ab und zu erblickten wir schneebedeckte Bergspitzen. Der Berg aller Berge, der Aconcagua versteckt sich aber weiterhin hinter seinen Kumpanen. Als wir losfuhren, waren wir noch voller Optimismus die Passh├Âhe zu erreichen. Dieser Optimismus wurde uns aber schnell genommen. Starker Wind von vorne, heftig bl├Ąst er uns entgegen und an ein schnelles Vorankommen ist ├╝berhaupt nicht zu denken. Er weht uns immer wieder von der Stra├če. „Ein scheiss Tag“ wenn man es kurz zusammen fasst! Nach 66 km haben wir Los Penitentes erreicht, ein typischer, jedoch ziemlich verstaubter und ausgestorbener Wintersportort. Jedoch ist er Ausgangspunkt f├╝r alle Bergsteiger zum Aconcagua, somit hatte auch ein Hotel ge├Âffnet. Unser Gl├╝ck. Wir verbrachten einen super netten Abend mit dem Besitzer des Hotel (aus England), einem Bergsteiger aus M├ęxico-City, einem Bergsteiger aus Tschechien und deren argentinischen Guide . Der Austausch ├╝ber die Besteigung des Aconcagua und unsere Radfahrt funktionierte hervorragend und alle haben wir viel von einander gelernt, den Reisen bildet ja bekanntlich ­čśŐ. Zur Abfahrt am n├Ąchsten morgen gab es dann noch ein Gruppenbild, hierzu gesellte sich noch ein Japaner. 7 Personen – 6 Nationen. Leider hat unsere Kamera nur so getan als ob sie den Selbstausl├Âser bet├Ątigt und zu sp├Ąt haben wir bemerkt, wir haben kein Foto ­čśČ

Gestern auf unserem Weg: Bereits vor einiger Zeit hatten wir ├╝ber z.B. Difunta Correa, eine von den Argentinier verehrte Heilige geschrieben. Man legt Wasserflaschen, um sie vor Verdurstung zu sch├╝tzen, vor ihrem Schrein ab. Und so kann es dann aussehen…

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