Ein staubiger Tag nach San Martin de Los Andes

Die Fähre Puertp Fuy nahm uns heute mit, die Reservierung klappte perfekt. Da die Abfahrt erst für 13.00 Uhr geplant war, konnten wir ausschlafen und gemütlich Frühstücken.

Die Überfahrt dauerte 90 min und die konnten wir die meiste Zeit am Bug verbringen. Die Sonne war schön warm und der Wind kam von hinten. Perfektes Radelwetter.

Die Strecke, 60 km Schotterpiste hätte eigentlich flach sein können. Wir hatten uns ausgerechnet, da der See auf einer Höhe von 670 hm liegt und unser Ziel, San Martin de Los Andes, auf 640 hm, kann dazwischen hoffentlich nicht viel welliges Terrain kommen.

Bis zur Grenzüberquerung waren es auch nur 11 km und das war zügig geschafft. Wieder einmal wurden wir an der chilenischen Grenze nach Papieren für unsere Räder gefragt. Die Dame konnte zuerst nicht verstehen, das wir dieses bereits am letzten Grenzübergang bekommen haben, aber auch selbiges dort wieder abgeben mussten. Da wir beharrlich darauf pochten, wir haben keine Papiere , sagte sie ok und noch weiterhin eine gute Reise, zuckte mit den Schultern und gut war es. Die argentinische Grenzstation befindet sich 3 km weiter.

Der freundliche Beamter konnte sogar drei Wörter deutsch und somit hatten wir schon einen guten Einstieg. Wieder wurden wir nach Obst und Gemüse gefragt und nachdem wir pflichtbewusst den Besitz einer Banane angegeben hatten, hat das dann doch auch nicht weiter interessiert. Schmuggel geht wohl erst bei zwei Bananen los😊

Die Piste blieb natürlich nicht flach sondern hat uns ziemlich hoch, bis auf 1100 hm hinauf radeln lassen. Puhhh und das bei Schotter, Wellblech und viel Verkehr. Wir wurden fast permanent eingestaubt. Wie so häufig, bremsen die wenigsten Autofahrer beim Überholen ab und so haben wir ordentlich Staub geschluckt. Zudem mussten wir sehr konzentriert fahren um nicht von den Steinen zu Fall gebracht zu werden. Sowohl auf- als abwärts fanden wir es sehr anstrengend. 60 km sind dann richtig, richtig lang. Als wir endlich in San Martin de Los Andes ankamen, waren wir wirklich erledigt. Zudem war es da auch bereits 21.00 Uhr. Bei der Ankunft sprachen uns gleich zwei Franzosen an, die auch mit dem Rad unterwegs sind und die Strecke gestern fuhren. Sie wussten sofort, wie wir uns fühlen.

Nachdem wir eine Unterkunft gefunden haben, war Duschen das tollste des Tages. San Martin de Los Andes ist ein toller Ort und könnte auch in Österreich oder in der Schweiz liegen. Viele Holzhäuser mit einem urigen, sehr gemütlichem Flair. Kurz sind wir noch über die Plaza gegangen, denn dort fand eine Fiesta statt mit vielen Essensständen. Gegrillt wird auf großem Lagerfeuer, welches einfach auf dem Boden entzündet wurde. Leider waren die Warteschlangen um die Köstlichkeiten zu genießen zu lange und wir zu müde um zu warten.

3 Gedanken zu “Ein staubiger Tag nach San Martin de Los Andes

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