Campgrounds!

Cooma – Jindabyne

In Cooma losgefahren geht’s auch gleich wieder bergauf. Wir hatten 1000 Höhenmeter zu bewältigen. Die Strecke ließe sich eigentlich gut fahren, da die Steigungen akzeptabel sind, wäre da nicht der heftige Wind schräg von vorne, der uns auf teilweise unter 10 km/h abbremst. Wenig Baumbewuchs tut sein übriges, dass der Wind uns kräftig durchpustet. Eine Menge Motorradfahrer begegneten uns, die Strecke ist schön kurvig und es gab zudem an diesem Wochenende eine Charity Veranstaltung zugunsten kranker Kinder. Positiv war, sie fahren gemäßigter als bei uns in D., denn hier gibt es Kängurus die jederzeit auf die Straße hüpfen können und eine große Gefahr darstellen. Mit dem Schneckentempo, das wir vorlegen, dauert es länger als erwartet bis wir unser Ziel Jindabyne erreichen. Die letzten sieben Km haben wir sogar Begleitung. Wir sind mit Syd über ‚Warmshowers‘ verabredet, damit wir sein Zuhause leichter finden, ist er uns entgegen geradelt. Sein Service ist damit noch nicht beendet, abends verwöhnt er uns mit einem perfekten indischen Abendessen.

Außergewöhnlich! Wir schlafen hervorragend und beginnen den nächsten Tag sehr gemütlich. Syd begleitet uns auch wieder aus der Stadt heraus. In einem 15 Km entfernten Café, die Besitzerin ist eine Österreicherin, haben wir noch einen gemeinsamen Kaffee bevor er sich verabschiedet.

Jindabyne – Campground Tom Groggin im Kosciuszko NP

Es ist Sonntag der 4. November, es ist sonnig und es geht mal wieder bergauf.

Heute liegt unser höchster Punkt, welcher Dead Horse Gap genannt wird, auf ca. 1500 Metern und ist damit die höchste Straße Australiens. Beruhigend ist, die letzten 15 Km gehen bergab.

Wir haben uns wieder mit den Kängurus verabredet, denn wir wollen erneut Campen. Wir durchfahren den Kosciuszko Nationalpark und werden dort auf dem Tom Groggin Campground unser Zelt aufstellen.

Die Zeltplätze sind unterschiedlichster Ausstattung. Die Plätze in den NP sind große Weide/Rasenflächen und vereinzelt stehen Tische und Bänke. Zudem sind viele Feuerstellen angelegt. Es gibt Toiletten, jedoch kein fließendes Wasser. Meistens sind sie kostenlos. Diesmal haben wir Glück denn der Campingplatz ist direkt am Murry River. Unser Zelt ist schnell aufgebaut und unsere super leichten Campingstühle platzieren wir so, dass wir die Weidefläche vor uns haben. Wie im Kino sitzen wir und beobachten hunderte grasende Kängurus. Sie kommen immer näher und stehen keine 2,5 Meter von uns entfernt. Neugierig sind sie. Sie beobachten uns und wir sie.

Diesmal sind wir nicht alleine auf dem Campingplatz. In weiter Entfernung stehen immer wieder Wohnwagen oder Zelte. Die Aussies sind gut ausgerüstet, wir hören Motorsägen um Feuerholz fürs Lagerfeuer zu Sägen. Nach und nach sehen wir Rauch aufsteigen, bestimmt grillen sie fette Steaks. Zumindest in unserer Fantasie tun sie es!

Zum Frühstück haben sich über 200 !! Kängurus auf der Fläche eingefunden. Ein echtes Schauspiel. Wir packen unsere Sachen, filtern Wasser aus dem Fluss und fahren bergauf! Es hat sich Regen angekündigt aber wir bleiben davon verschont. Lucky cyclists!

Tom Groggin – Khancoban

Erneut sind wir zu einem Campground unterwegs. Diesmal allerdings ein Caravan Park. Hier gibt es keine Kängurus und keine großen Weideflächen. Wir können unser Zelt aufstellen und haben alle Annehmlichkeiten. Dusche, Toilette, Küche, Gas-Grillplatz. Zudem bieten sie auch kleine Cabins an. Diese haben wir am nächsten Morgen, Dienstag 6.11.,bitter nötig. Es regnet aus Kübeln. Wir packen unsere Taschen schon soweit zusammen, das wir in eins der Häuser umziehen können und verbringen die Zeit bis dahin im Aufenthaltsraum. Es ist nicht mal daran zu denken, das Zelt abzubauen. Wir warten!

Bloody Macpie!

Zwischenzeitlich muss ein Vogel mit Namen Macpie erwähnt werden. Es ist ein Biest! 10% der Vögel greifen während der Brutzeit bestimmte Bewegungsgruppen an. Sie sind wählerisch. Manche greifen nur Fußgänger an, manche nur Radfahrer und manche beide Gruppen. Sie fliegen dich von hinten an damit du nicht vorgewarnt bist und greifen immer den letzten der Gruppe an. Die Biester fliegen ganz nah über unsere Helme hinweg um uns zu vertreiben und um ihre Brut zu beschützen Wir haben einige Aussies gesehen die sich Kabelbinder an die Helme gemacht haben. Die Enden der Kabelbinder stehen nach oben und schaffen somit ein wenig Platz zwischen Vogel und Kopf. Macpies sind standorttreu und leben dort ca 20 Jahre. Die Einheimischen wissen also, wo die Gefahr lauert. Witzig daran ist, man kann sie füttern und dann bist du plötzlich Freund. Sie erinnern sich an Dich und lassen einen in Frieden. Alle anderen sind jedoch weiterhin ihr Feind. Da wir nicht zurück kommen macht es keinen Sinn, Freund zu werden, wir bleiben weiterhin das Feindbild!

Zur Mittagszeit lässt kurz der Regen nach und wir bauen unser Zelt ab. Wir stehen bis zu den Knöcheln im Wasser und unser Zelt auch. Das hatten wir so auch noch nicht erlebt. Wir retten uns erstmal in unser gemütliches Häuschen.

Evtl bleiben wir hier noch einen weiteren Tag. Der Wetterbericht verspricht nichts Gutes!

6 Gedanken zu “Campgrounds!

  1. Klaus und Silke

    Hi Regen und Camping finde ich nicht witzig.Das letzte Mal am Bodensee vor zwei Jahren sind wir abgesoffen.Ich habe vergessen die Dachlucke zu schließen.Unvorstellbar wo überall das Wasser war.Wie gut ,dass ihr die Möglichkeit habt, ins Haus zu ziehen.

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    1. Wir hätten auch ins Zelt nicht mehr einziehen können, das stand ja im See. 😩. Glücklicherweise hatten wir vorher schon alles in unsere Taschen verpackt und die sind ja wasserdicht.
      Das gab aber bestimmt Ärger mit Klaus 🤭😳

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    1. Moin nach Bremerhaven, ohhhh der Regen war heftig. Bis zum späten Nachmittag kam er weiterhin wie aus Kübeln. Wir hoffen jedoch heute weiter fahren zu können. Obwohl es sehr gemütlich in unserem Häuschen ist. 🙂

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