Es musste so kommen, oder…. auf dem Weg nach Devonport….

…irgendwann trifft uns der Regen und am Donnerstag war es soweit. Die Fähre nach Melbourne war für Freitag Abend gebucht und vorher sind wir noch in West Ulverstone bei Anie und Tim eingeladen. Somit hatten wir zwei feste Termine und keine Ausrede uns nicht dem Regen stellen zu müssen. Die Abfahrt aus Waratha lies uns noch auf einen relativ guten Tag hoffen, allerdings nur die ersten 7 km. Die weiteren Kilometer behielten wir die Regenkleidung an. Wobei, irgendwann im Laufe unserer 90 km, waren wir innen wie außen völlig durchnässt und selbstverständlich kam der Wind von der Seite oder gleich direkt von vorne. Schade eigentlich, denn die letzten 25 km konnten wir direkt an der Küste radeln. Die positive Seite des Tages, war unser Höhenprofil, wir konnten noch 600 hm bis zum Meer verlieren. Dies allerdings auf einer sehr stark befahrenen Straße mit vielen LKW’s, die halten ihre Spur und bremsen für fast nichts, evtl nur für ihr eigenes Leben. Wir halten unsere Spur für unser Leben! Spaß machte es nicht.

Wir freuen uns auf unsere WS-Hosts für den Donnerstag, Anie und Tim (und Schnuffie, zumindest haben wir sie so genannt :-)) und bekommen einen wunderbaren, herzlichen Empfang. Bei einem fantastischen Abendessen, gemütlichem Beisammensitzen und sehr interessanten Gesprächen, fühlen wir uns wie Zuhause. Nach unserem langen Tag konnten wir keine liebenswerteren Hosts finden und da wir Freitag ziemlich viel Zeit hatten, unsere Fähre verlässt den Hafen erst um 21.00 Uhr, verbrachten wir den Vormittag noch bei ihnen. Anie und Tim haben einen großen Garten, in dem alles wächst, was man braucht. Obst, Gemüse, Salat, Kräuter, einfach alles. Es gibt sogar einen Avocadobaum und Zitronenbäume. Sicherlich eine Menge Arbeit, aber toll sich selbst versorgen zu können. You made us an outstanding stay in your home. Thank you so much. See you somewhere on the road:-)

Zwei Tage vorher trafen wir einen Läufer, wir hatten bereits durch Buschfunk von ihm gehört. Er macht einen Charity-Lauf über 170 km und zur Zeit als wir in trafen, hatte sein Team eine Massageliege im Verkaufsraum einer Tankstelle aufgebaut und er wurde massiert. Hier geht alles, und alles scheint so unkompliziert (man stelle sich die Situation in einer Aral-Tankstelle in Deutschland vor). Seine Distanzen waren beachtlich, 63, 55 und 52 km. Tatsächlich traf er kurze Zeit nach uns am Fährterminal ein und da gab es selbstverständlich ein Finisher-Foto und obwohl seine Leistung, unsere bei weitem übertrifft, gratulierte er aus auch!

So, nun sitzen wir also am Fährterminal und warten. Warten wahrscheinlich auf eine stürmische Überfahrt. Ein kleiner Zyklon hat sich angekündigt und will uns die Nacht vermiesen. Die Seasick-Tabletten sind bereits gekauft und wir warten mal ab, wie die mit dem Wein korrespondieren.

😳

3 Gedanken zu “Es musste so kommen, oder…. auf dem Weg nach Devonport….

  1. Kay

    Alle Achtung 🏃🏼‍♂️…
    Hier würden wir ihn mit warmen Tee zuschütten, denn heute ist der erste Schnee gefallen im Pott. ❄️🌨.
    Weiter so schöne Geschichten und einen bunten 3. Advent

    Liken

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