Go West, von Budapest nach Slowenien!

Der Balaton ist, nach der Abreise aus Budapest, unser nächstes Ziel. Schön soll es dort sein, wir sind gespannt. Natürlich haben wir uns ob der Größe des Sees informiert und Sabine hätte die Wette verloren, denn er ist tatsächlich 58 Quadratkilometer größer als der Bodensee. Total entspannt ist, dass es einen Fahrradweg fast immer entlang des Sees gibt. Das dieser sich an manchen Abschnitten anfühlt, als ob man durch ein völlig überfülltes Freibad fährt und man froh sein kann, dass die Badegäste ihre Handtücher nicht auch noch direkt auf dem Fahrradweg auslegten. Wie dicht gedrängt die Menschen sich in Pandemiezeiten hier aufhalten überrascht uns sehr. Manches an Menschenmassen will man nicht sehen, wird einem aber leider aufgezwungen. Viele Strandabschnitte sind nicht frei zugänglich und somit bleibt uns der Blick aufs Wasser nur von der Ferne. Unsere Vermutung, am Sonntag fahren viele nach einem langen Wochenende wieder nach Hause, bestätigt sich abends auf dem Campingplatz. Wir haben freie Platzwahl und plötzlich ist alles ganz entspannt. Wunderbar!

Ein kleiner Auszug aus einer Speisekarte in Ungarn. Es hätte auch noch Schnitzel gegeben…..mit Hirn gefüllt! 😖😖😖

Ein bisschen müssen wir die Hügel hinauf, was uns nicht nur einen tollen Ausblick beschert, es gibt wunderschöne Dörfer mit schicker Architektur in den Weinbergen zu bestaunen und der Balaton glitzert, von oben betrachtet,  grünlich im Sonnenschein.

Nach zwei Zelttagen am Plattensee, verlassen wir Ungarn in Richtung Slowenien. Über die App des Auswärtigen Amtes sind wir bestens mit Informationen in Bezug auf die Lage in den Ländern mit Covid19 versorgt. Selbstverständlich checken wir die Vorgaben zur Einreise nach Slowenien und nehmen den uns „zugewiesenen“ Grenzübergang in Redics. Die slowenische Polizei gibt die Info, dass wir nur an dieser Grenze passieren dürfen, inklusive Temperaturmessung und Passkontrolle! Brave Bürger halten sich an die Regeln! Der Grenzpolizist nickt freundlich und schon sind wir eingereist! Das wars? Weshalb lesen wir denn all die Informationsseiten?

In Lendava suchen wir den örtlichen Campingplatz auf und schlucken drei Mal wegen des Preises, bekommen dafür einen schrecklichen Schotterplatz zugewiesen, den wir einfach mit einer schönen Rasenfläche boykottieren. Brave Bürger…..tun so etwas😉. Der Radel-Mittwoch ist ein Sternchen-Tag. Wir müssen viele Höhenmeter hinter uns bringen aber die Aussichten über das Land und die Ferne sind grandios. Wir haben strahlenden Sonnenschein, klare Fernsicht und wir bilden uns ein, dass wir bis nach Kiew sehen können. Wir fahren immer mal wieder am Kamm eines Berges entlang und können in jede Richtung in die Ferne sehen. Ein absoluter 12 Sterne von möglichen 10 Sternen-Tag. Slowenien gefällt uns super toll auch wenn die Anstiege uns müde fahren lassen. In Maribor haben wir uns ein Apartment gemietet und freuen uns auf ein normales Bett. Glücklicherweise gibt es eine Waschmaschine in der Wohnung denn diese haben unsere Klamotten bitter nötig. Und weil es uns gefällt und wir müde sind von den letzten Tagen, bleiben wir gleich eine weitere Nacht. Vitaly, unserem Vermieter freut’s und uns auch.

🤟 upps!

Wie häufig nach ein paar Wochen, gibt es Schwund bei der Ausrüstung. Eigentlich gehen immer nur die Sachen von Uwe kaputt. Diesmal trifft es seltsamerweise Sabine. Die Luftmatratze ist der Übeltäter…. die gehört allerdings Uwe…also alles wie immer🤟.

Nach einigen Routenideen haben wir uns entschlossen ans Mittelmeer bei Triest zu fahren. Hier werden wir ab Maribor dem Eurovelo 9 folgen. Danach in Richtung Venedig um zu dem Fernradweg „Amsterdam – Venedig“ 😀 zu gelangen. So zumindest der Plan von Mittwoch. Wir sind gespannt, ob uns nicht doch noch viele andere Ideen in den Sinn kommen.

Und tatsächlich am Donnerstag ändern wit erneut die Route. Sloweniens Mittelmeerküste und den Küstenort Piran mit seinen Salinen sollte man unbedingt gesehen haben und auf dem Weg dorthin gibt es noch UNESCO Weltnaturerbe zu bestaunen. Die Höhlen von Škocjan.

Die Orange hinterlegten Länder haben wir bereits beradelt! Da gibt es noch viel zu tun! Wie immer, wir sind beschäftigt 🤟 und freuen uns auf mehr Abenteuer.

12 Gedanken zu “Go West, von Budapest nach Slowenien!

  1. Christian Seebode

    Erstmals habe ich von euerm Vorhaben, der Weltreise, in einem NDR Bericht erfahren.
    Daraufhin den Newsletter abonniert und dann kam leider Corona…
    Umso mehr freue ich mich mit euch, dass ihr das beste aus der Situation rausholt.
    Eure Berichte sind super…
    Ich, selbst passionierter Radfahrer, verfolge eure Erlebnisse mit großem Interesse.
    Wünsche weiterhin eine gute Fahrt und dass ich viel neues kennenlernt!

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    1. Hallo Christian, vielen Dank für die nette Nachricht. Ja leider hat uns Corona einen dicken Strich durch die lange Planung gemacht, aber wir sind immer positiv gestimmt. Im Moment genießen wir die Sonne in Slowenien und sind richtig begeistert von diesem Land. Herzliche Grüße und schön , daß Du unsere Berichte liest und gut findest. Grüße aus Ljubljana, wo wir soeben angekommen sind, Sabine und Uwe

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  2. Dries Bartelds, Stravaradfreund.

    Euer Radtour habe ich mit Freude gelesen. Schones Bild enthalt man von euer Belebnisse! Das die Balalaton so lang war wusste ich schon. Wist man das auch Atilla die Hunne da war in fruhes Mittelalter!🙂 Schone Reise wieder gewunscht!

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  3. Hauschild Heinz

    Super, weiterhin viel Spaß. Wir waren ziemlich genau vor einem Jahr am Balaton und hatten die gleichen Eindrücke.
    Gruß aus Drestedt
    Irene und Heinz

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  4. Iris Pohl

    Toll, bin begeistert von den Berichten und Abenteuern und wir wünschen noch viele spannende Touren und allzeit gute Fahrt 🙂
    Iris und Wolfgang Pohl aus Handeloh

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    1. Hallo liebe Familie Pohl, das freut uns sehr, dass Sie unsere Beiträge lesen. Nun ja, Sie haben unsere Geschichte ja tatkräftig mit unterstützt 😃. Viele Grüße besonders an Sie und auch gerne an Ihre fleißigen Helfer! Sabine und Uwe

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    2. Dries Bartelds, Stravaradfreund.

      Euer Radtour habe ich mit Freude gelesen. Schones Bild enthalt man von euer Belebnisse! Das die Balalaton so lang war wusste ich schon. Wist man das auch Atilla die Hunne da war in fruhes Mittelalter!🙂 Schone Reise wieder gewunscht!

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