Die Marokkaner – sind unglaublich freundlich und hilfsbereit. Immer ein Lächeln in Verbindung mit einem „Welcome to Marokko“ für uns parat. Wir sind sicher, egal wo, wann oder was wir benötigt hätten, wir hätten Hilfe bekommen. Danke an dieses wirklich liebenswerte Volk.

Sicherheit – wir fühlten uns immer sicher und wohl im Land. Es gab nie eine Situation in der wir uns in Gefahr befanden, weder in den Städten noch in den abgelegenen Bergregionen.

Sprache – Arabisch und fränzösisch, die beiden Amtssprachen und die Sprache der Berber sind die Hauptsprachen in Marokko. Mit englisch kamen wir nicht immer weiter aber überall konnten wir mit dem Smartphone-Translater übersetzen.

Landschaft – ein sehr vielfältiges Land. Sandwüste, Steinwüste, Küste und Meer, Hügel und Gebirge. Wir hatten das Glück, das wir Marokko in Teilen als wunderschön blühend und grün erleben durften. Dies ist nicht immer so und schon gar nicht überall. Die Berge sind schroff und teils mit steilen Anstiegen. Aber uns hat es in den Bergen wesentlich besser gefallen als an der Küste (zumindest zw. Kenitra und Casablanca). Obwohl wir wohl in Marokko auf die Distanz gesehen, die meisten Höhenmeter unserer Touren gemacht haben, würden wir den Weg wieder so wählen.

Wetter und Wind – es war alles dabei aber zu 80% der Zeit, die wir hier verbracht hatten, war es sehr kalt, vor allen Dingen abends und nachts. Niedrigste Temperatur 4°C. Höchsttemperatur 25°C. Der Wind hatte zumeist ein Einsehen mit uns, aber wenn er von vorne kam, dann oft auch heftig.

Straßenverkehr – selten hatten wir die Situation, dass uns die marokkanischen Verkehrsteilnehmer zu nahe kamen. Zumeist hielten sie genug Abstand und sobald wir Richtungszeichen gaben, blieben sie eher hinter uns als uns noch zu überholen. Wir hatten nie eine gefährliche Situation im Straßenverkehr. Oder doch, eine deutsche Motorrad-Gruppe organisiert von BMW fuhren wie die Blöden an uns vorbei und schnitten uns gefährlich in der Kurve und ein holländischer überdimensionierter Wohnmobilist nahm uns im Kreisverkehr so gefährlich die Vorfahrt, was er hoffentlich durch meinen wenig feminin,  schmeichelhaften Zuruf zur Kenntnis genommen hat.

Infrastruktur – Zumeist fanden wir sehr gute Straßen vor, auch entlang der Nebenstraßen. Nicht immer steht ein Seitenstreifen auf den Hauptstraßen zur Verfügung. Wir haben viele kleinere Nebenstraßen genutzt und zumeist war wenig Verkehr auf den Straßen. Die Wohnmobilisten nehmen anscheinenden eher die Hauptrouten, somit findet man sie weniger auf abgelegenen Straßen.

Verpflegung und Kulinarik – Tajine ist das Nationalgericht. Mit Huhn, Rind, Lamm oder Vegetarisch. Man konnte es auch mal mit Gehirn, Milz oder mit Hammelfleisch bekommen – wer es mag. Uns war es auf Dauer zu einseitig und oft ziemlich verkocht. Am besten schmeckte uns die Tajine mit Huhn, Datteln und Pflaumen. Die war wirklich sehr lecker. Obst und Gemüse bekommt man überall bei den Straßenhändlern oder in den Souks. Es gibt immer irgendwo einen kleinen Laden mit Wasser, Brot oder Grundnahrungsmittel. Die Versorgung ist in den allermeisten Dörfern gesichert. Wir hatten einen Wasserfilter dabei, den wir aber wirklich nicht gebraucht hätten. Wasser aus der Leitung haben wir, wenn nötig, nur abgekocht für einen Kaffee getrunken. 

Ramadan – wir sind während des Ramadans gereist. Dazu sollte man die Regeln bezgl essen und trinken während des Tages kennen. Abends findet man zwar Restaurants, aber wir würden sagen, dass nur etwa 20% der Restaurants und Cafés während Ramadans geöffnet waren. Nach beenden der Fastenzeit waren wir positiv überrascht, wie die Straßen plötzlich zum Leben erwachten.

Wildcamping oder Unterkunft – wir haben nicht gezeltet. Uns war es schlichtweg oft viel zu kalt und zu Anfang viel zu nass. Die Preise der Unterkünfte waren für uns erschwinglich und eine Dusche zu verlockend. Glücklicherweise hatten wir jedoch unsere Schlafsäcke dabei, denn man sollte wissen, dass marokkanische Häuser zumeist keine Heizung haben und wir selbst in Räumen unglaublich gefroren haben.

Medinas – toll und sehr unterschiedlich. Man muss sich allerdings eine Strategie für die allzu hilfsbereiten Marokkaner in den Medinas zurechtlegen. Sie sind unglaublich aufdringlich, akzeptieren kein Nein und stellen dich als unfreundlich dar, wenn du ihre „gut gemeinte Hilfe“ nicht annehmen  möchtest. Hast du einmal auf ihre Fragen reagiert, kommst du aus den Fängen nicht mehr heraus ohne tatsächlich sehr unfreundlich sein zu müssen. Kaufst du nichts, wird aus dem netten Menschen, schnell ein sehr unfreundlicher Mensch. Am schlimmsten waren die Schlangenbeschwörer in der Medina von Marrakesch. Sie nehmen dir das Smartphone ab, machen ein paar wirklich schlechte Bilder und wollen dann 30€ dafür haben. Pustekuchen!

Uns hat es in der Medina von Fes am besten gefallen, authentische Handwerker, weniger Touristennippes, schöne Gassen, interessante Geschäfte und keine aufdringlichen Verkäufer.

März / April 2026 insg. 7 Wochen bei 2345 km und 21740 Höhenmetern.    Es war ganz fantastisch!

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Vielen lieben Dank an dich Ralf 🍻👍